Säkularisierung als neue Realität
„Wenn ohne Gott nichts fehlt!“ – so titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung in einem Online-Artikel zum Thema Säkularisierung, genau zu dem Zeitpunkt, als Stefan Schweyer uns auf der MiKo-Klausur in dieses Spannungsfeld mit hineinnahm. Wie auch in seinem neu erschienenen Buch Gemeinde mit Mission zeigte der Professor für Praktische Theologie an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel auf, wie Gemeinden sich auf diese neue gesellschaftliche Wirklichkeit einstellen können. Die am stärksten wachsende Gruppe im religiösen Bereich seien nicht Esoterikerinnen, neuheidnische Bewegungen oder Suchende, sondern Menschen, die schlicht nicht religiös sind, es nie waren und in diesem Bereich auch keinerlei Mangel empfinden.
Herausforderungen für Gemeinden
Vor diesem Hintergrund stellt es eine große Herausforderung dar, die beste Nachricht der Welt – das Evangelium – weiterzugeben. Das zeigt sich auch in der Zusammensetzung unserer Gemeinden: Nur etwa acht Prozent der Menschen in unseren Reihen stammen aus einem Umfeld, in dem der christliche Glaube bisher keine Rolle spielte. Hier ist also noch viel Potenzial vorhanden. Wer angesichts dieser Zahlen jedoch den Mut verlieren wollte, wurde durch inspirierende Berichte verschiedener evangelistischer Projekte ermutigt.
Ermutigende Beispiele gelebter Mission
Beispielsweise holt das Format MyWay der Deutschen Zeltmission glaubensferne Menschen in ihrer eigenen Lebensgeschichte ab und lässt sie erfahren, dass sie von Gott und von Mitmenschen wertgeschätzt werden. Die „Freunde für Seeleute“ erreichen Menschen fern ihrer Heimat im Hamburger Hafen und bieten praktische Unterstützung sowie geistliche Begleitung an. Viele Gemeinden führen Glaubensgrundkurse durch und begleiten Menschen auf ihrem Weg zu Jesus Christus.
Dabei kommt es nicht primär auf große evangelistische Veranstaltungen an. Das Geheimnis liegt vielmehr in ehrlichen Einladungen und tragfähigen Beziehungen zu unseren Mitmenschen auf unterschiedlichsten Ebenen. Uns alle verbindet der Wunsch, ein sinnerfülltes, liebevolles und von Wert und Würde geprägtes Leben in größtmöglicher Gerechtigkeit zu führen. Mit Gottes Hilfe möge uns das allen gelingen.
Fritz Rohde | Pastor FeG Niendorf und Vertrauenspastor Stiftung FeGN
Fotos: Michael Murzin | FeGN
Die Stiftung Freie evangelische Gemeinde in Norddeutschland (FeGN) umfasst über 40 Gemeinden in vier Bundesländern. Sie ist Teil des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR sowie Mitglied in den Diakonielandesverbänden Hamburg und Schleswig-Holstein.
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