Ein ehrlicher Satz, der alles ins Rollen brachte
„Bei der Offenbarung gibt es so manche Sachen, die ich nicht ganz verstehe.“ Diese Äußerung in lockerer Männerrunde führte bei mir zu der Idee, in unserer Gemeinde (FeG Hittfeld) einen Bibeltag zur Offenbarung zu initiieren. Denn als dieser Satz fiel, musste ich innerlich lächeln: mir ging es nämlich genauso. Und so war ich dankbar für die Möglichkeit, Reinhard Spincke (Gemeindeleiter der FeGN) als erfahrenen Referenten für einen solchen Tag zu gewinnen.
Am Samstag, den 17.Januar, war es dann so weit. Rund 50 Teilnehmende aus Hittfeld und Neu Wulmstorf waren gekommen – mit gemischter Erwartung, welche Antworten wir an dem Tag wohl zur Offenbarung bekommen würden.
Statt fertiger Antworten auf die kleinsten Details der Offenbarung bekamen wir etwas Wertvolleres: einen Raum zum Mitdenken und Diskutieren – inklusive eines Leitfadens zur besseren Einordnung der Offenbarung als Ganzes.
Wenn das Böse diskutiert wird – und Hoffnung wächst
Zwischen den Vorträgen gab es auch immer wieder Raum für Gespräche, wo es teilweise leidenschaftlich zur Sache ging. Besonders hängen blieben mir die Diskussionen zu den Fragen, woher das Böse kommt und welche Antwort wir darauf – je nach Weltsicht – in unserer Gesellschaft finden. Wie lässt es sich besiegen und welche Rolle spielt der Mensch dabei? Ich fand es sehr interessant, die Antworten zu vergleichen. Und zugleich neu zu begreifen und vor Augen zu haben, welches Geschenk wir in der Erlösung durch Jesus Christus haben.
Jesus im Mittelpunkt – und seine neue Welt vor Augen
Die Perspektive auf Jesus Christus zog sich durch den ganzen Tag hindurch – und so ging es weniger um apokalyptische Angstbilder oder Rechenmodelle zu manch kryptischen Stellen der Offenbarung, als vielmehr um die Ermutigung, Jesus Christus zu vertrauen und sich „weder von der Zeit-, noch Welt-, noch Endgeschichte gefangen nehmen zu lassen“ (Zitat G.Hörster). Jesus Christus steht im Zentrum der Offenbarung und nicht das Chaos, das uns als Leser gerne mal verunsichert.
Im abschließenden Gottesdienst am Sonntagmorgen griff Reinhard diese Perspektive auf und malte uns ausgehend von Offenbarung 21 Gottes neue Welt vor Augen. Das war mutmachend. Ich spürte: Darauf darf ich mich freuen. Dass Gott alles neu macht. Dass Jesus in unserer Mitte sein wird. Und dass er uns hilft, schon jetzt in dieser Welt durchzuhalten.
Und auch wenn manche Fragen zur Offenbarung nach diesem Tag sicherlich noch offengeblieben sind, so hat es sich gelohnt und mir neu die Gewissheit gegeben: Hoffnung ist keine lose Theorie, sondern Sie hat eine Zukunft und einen Namen: Jesus Christus.
Jonathan Martens | Pastor FeG Seevetal-Hittfeld
Foto: Jonathan Martens
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