Entdeckernachmittag für Familien
Vor anderthalb Jahren haben wir mit Kirche Kunterbunt ein besonderes Angebot für Familien gestartet. Schon bald war klar: Das wird Einsatz kosten – wir wollen es wagen! Einmal im Quartal verzichten wir auf den herkömmlichen 10:30 Uhr Gottesdienst und laden stattdessen von 15–18 Uhr zu einem Entdeckernachmittag für Familien ein. Um das Dreier-Kernteam herum sind bis zu 25 verschiedene Menschen im Einsatz: dekorieren, kochen, toben, moderieren, musizieren und vieles mehr.
Kirche Kunterbunt – ein Konzept, das überzeugt!
Kirche Kunterbunt richtet sich an Kinder von 5–12 Jahren und ihre Begleitpersonen: generationenübergreifend, gastfreundlich, jesuszentriert und partizipativ. Nach einer Willkommenszeit stehen verschiedene kreative, handwerkliche und naturwissenschaftliche Entdeckerangebote zur Wahl – jede Station ist ein Mitmachangebot, an dem Alt und Jung zusammen (!) etwas erleben. Die klassische Trennung von Kinderbetreuung und Elternkaffeezeit entfällt.
Eine Feierzeit bündelt all diese Erlebnisse: Mit einer Andacht, Musik, kleinen Theaterszenen und einem gemeinsamen Abendessen entsteht ein festlicher Rahmen, in dem Familien zusammenkommen, sich austauschen und gestärkt mit selbstgebastelten Schätzen und einem Segen nach Hause gehen.
Das Konzept stammt als „Messy Church“ aus der anglikanischen Kirche und hat auch in Deutschland viele begeisterte Anhänger. Auch wir in Hohenlockstedt sind begeistert von der Resonanz! Für viele ist Kirche Kunterbunt längst ein fester Termin im Kalender geworden.
Den Alltag von Familien heute im Blick
Als Boxenstopp, Raum für Begegnung und zum Weiterdenken haben wir uns am 14. Februar einen Teamtag gegönnt. Die meisten Ehrenamtlichen in unserer Runde sind im klassischen Großelternalter oder haben erwachsene Kinder. Doch Familienalltag hat sich massiv verändert. Unsere Frage bleibt, wie wir dem wertschätzend begegnen und gerecht werden können.
• Wie wächst die Generation Alpha heute auf?
• Wie erleben Familien gesellschaftliche Herausforderungen, und welche Triggerpunkte gibt es?
• Wie wirken sich Glaubensideale, unausgesprochene Gemeindeanforderungen und Terminplanung als zusätzliche Stressoren aus?
• Was bedeutet das alles für die Gestaltung unserer Angebote und die Verkündigung der guten Nachricht?
In fünf Stunden intensiver Diskussionen, Impulsvorträgen, gemeinsamen Spielen, Essen und Beten haben wir als Mitarbeitende weiter zusammengefunden und neuen Schwung bekommen.
Voller Vorfreude blicken wir auf das nächste Treffen von Kirche Kunterbunt am 22. März. Wir freuen uns auch darauf, mit anderen Gemeinden in den Austausch zu diesen wichtigen Themen zu kommen.
Lasst uns gemeinsam kreative Wege finden, Familien im Leben und Glauben zu stärken.
Simone Demsky | Pastorin FeG Hohenlockstedt
Foto: Sönke Hauschild
Die Stiftung Freie evangelische Gemeinde in Norddeutschland (FeGN) umfasst über 40 Gemeinden in vier Bundesländern. Sie ist Teil des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR sowie Mitglied in den Diakonielandesverbänden Hamburg und Schleswig-Holstein.
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