27. März 2024 | Aktuell Allgemein Einblick News

Hoffnungsvolle Grüße

Ein Impuls von Reinhard Spincke

In der nächtlichen Vision sah ich einen, der mit den Wolken des Himmels kam. Er sah aus wie ein Menschensohn. Er kam bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn geführt. Ihm wurden Macht, Ehre und Königsherrschaft gegeben. Die Menschen aller Völker, aller Nationen und aller Sprachen dienen ihm. Seine Macht ist eine ewige Macht, sein Königreich wird nicht zugrunde gehen.

Daniel 7, 13-14 | Basisbibel

MANN DES GLAUBENS

Es ist satte 2500 Jahre her, dass Daniel den Menschensohn auf einer Wolke sieht. Daniel lebt in einer Zeit großer geopolitischer Veränderungen. Die Weltmacht Assyrien ist von den Babyloniern abgelöst und im Zuge dessen Jerusalem erobert worden. Daniel wird mit rund 10.000 Menschen nach Babylon verschleppt, wo er als junger Mann in der Verwaltung der Weltmacht ganz nach oben aufsteigt und zu den engsten Berater König Nebukadnezars gehört. Nach dessen Tod bricht eine Zeit politischer Instabilität an, die schließlich zur Übernahme durch die Perser führt – und auch in dieser Zeit bleibt Daniel ein gefragter Beamter und ein Mann des Glaubens. Die vielen vehementen politischen Erschütterungen haben seinen Glauben nicht geschwächt. Er bleibt ein Mann der Tat und des Gebets, den Gott im hohen Alter mit Zukunftsvisionen beschenkt, die über Jahrhunderte hinweg das Volk Gottes inspirieren und zum Nachdenken herausfordert.

DANIEL SIEHT DEN MENSCHENSOHN

Daniel sieht den Menschensohn, der auf den Wolken kommt und dem alle Macht im Himmel und auf Erden zugeschrieben wird. Für jemanden, der fast sein ganzes Leben im Zentrum der damaligen Weltmacht lebte, ist das eine gewaltige Aussage! Nicht die Assyrer, nicht die Babylonier, nicht die Meder und Perser, sondern der Gesandte des Gottes Israels ist der wahre Mächtige und ewige Herrscher.

In den Evangelien lesen wir, dass Jesus sich mit diesem Menschensohn identifizierte (Matthäus 8,20; 25,31 etc.). Seine Auferstehung am Ostermorgen und die Ankündigung seiner herrlichen Wiederkunft unterstreichen den Anspruch des mächtigen Herrschers, der auf den Wolken kommt und sein Friedensreich vollenden wird.

BLICK ZU DEM, DER AUF DEN WOLKEN KOMMT

Bei den vielen offen politischen Machtfragen und persönlichen Sorgen unserer Zeit hilft uns der Blick zu dem, der auf den Wolken kommt. Wie Daniel wollen wir unsere tägliche Arbeit mit Fleiß und mit großem Vertrauen angehen. Wir wollen für unser Land beten um Buße und Erweckung (Daniel 9). Wir werden uns nicht von extrem, negativen Strömungen mitreißen lassen, wir werden uns auch nicht einreden lassen, dass der Glaube sowieso nichts bringt.

Wir bleiben voller Hoffnung, voller Tatendrang, voller Gebet, weil wir ihn kennen, der auf den Wolken kommt.

Mit hoffnungsvollen Grüßen
Euer
Reinhard Spincke

Reinhard Spincke | Gemeindeleiter der Stiftung Freier evangelischer Gemeinden in Norddeutschland

Bild: Canva

 

Die Stiftung Freie evangelische Gemeinde in Norddeutschland (FeGN) umfasst über 40 Gemeinden in vier Bundesländern. Sie ist Teil des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR sowie Mitglied in den Diakonielandesverbänden Hamburg und Schleswig-Holstein.

 

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