26. November 2025 | Aktuell Allgemein Einblick News

Gemeinde als Oase

26. November 2025

Welt:fremd

Zum ersten Mal war ich bei der Herbsttagung auf dem Dünenhof dabei. Unter dem Titel „Welt:fremd“ trafen sich ca. 70 Gemeindeleiter. Gott sei Dank ist der Dünenhof barrierefrei, sodass ich mit Rollstuhl dort gut zurechtkomme.

Geistliche Impulse

Die Bibelarbeit über Daniel 1, 1-21 hat mich darüber ins Nachdenken gebracht, wie wir unserer Identität als Nachfolger Jesu bewahren und gleichzeitig nahbar für die Menschen in unserer Umgebung bleiben. Geben wir unseren Kindern genug Rüstzeug mit, damit sie sich als junge Christen wie Daniel bewähren können?

Das Beispiel Daniel erinnert mich daran, dass Gebet immer Priorität haben muss vor allem Aktionismus. Loslassen, die Situation annehmen, lernen, mitgestalten und den Menschen zugewandt sein. Wir müssen das Fremde nicht meiden, sondern dürfen ihm mit Gottes Liebe begegnen.

Einflüsse von außen

Um den Menschen zugewandt zu sein, ist es hilfreich sie besser zu verstehen. Dazu waren die Ausführungen von Frauke Bielefeldt  hilfreich.

Die Ideen von Rousseau, Marx, Darwin, Nietzsche, Freud bis zum Feminismus, der Queer-Ideologie und Transhumanismus haben alle dazu beigetragen, wie wir heute als Gesellschaft in der Postmoderne ticken. Ich kann mir nicht alles merken, aber es hilft mir, über Einflüsse bewusst zu sein. So begegne ich Menschen aus anderen Milieus mit mehr Verständnis.

Haben diese Philosophien Einfluss auf unser Verständnis als Christen?

Es wäre großartig, wenn Christen aus anderen Kulturkreisen den Weg in unsere Gemeindeleitungen finden würden, die uns das widerspiegeln können.

Zurüstung und Aussendung

Beim gemeinsamen Abendmahl konnten wir uns stärken in unserer Identität am Leib und Blut Christi. Jesus hat für uns im Johannes 17 gebetet, die wir in dieser Welt leben, aber nicht mehr von dieser Welt sind.

Ich war enttäuscht, dass das Abendmahl auf der Bühne ausgegeben wurde. Als Rollstuhlfahrerin kenne ich das Gefühl, ausgeschlossen zu sein. Gott sei Dank gab es ein zweites Team, das für alle vor der Bühne Brot und Saft austeilte.

Einladend

Wir sind Licht, dass in der Dunkelheit auf die Lichtquelle hinweist, so drückt es das Bild von Mirjam Kanwischer aus.

Unsere Gemeinde wird grüner, größer, sichtbarer und attraktiver, je intensiver jeder sich von der Quelle speist. Lasst uns darum ringen, eine Oase und keine außerirdischen Kautze zu sein.

 

Martina Köninger | FeG Wedel

Fotos: Martina Köninger

Die Stiftung Freie evangelische Gemeinde in Norddeutschland (FeGN) umfasst über 40 Gemeinden in vier Bundesländern. Sie ist Teil des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR sowie Mitglied in den Diakonielandesverbänden Hamburg und Schleswig-Holstein.

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