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EINBLICK Spezial 3

Mittwoch, 08. April 2020 /// Diese Son­der­aus­gabe vom EINBLICK wird in den kom­menden Wochen zeit­nah über aktuelle Entwick­lun­gen in unser­er Stiftung informieren und dadurch bis auf Weit­eres die reg­ulären Newslet­ter­for­mate EINBLICK News und EINBLICK Gebet erset­zen.

„Wacht und betet, damit ihr nicht in Ver­suchung ger­atet! Der Geist ist willig, aber die men­schliche Natur ist schwach.” (Mt 26,41)

Liebe Leserin, lieber Leser,

Jesus ist kurz vor sein­er Ver­haf­tung mit seinen Jüngern im Garten Geth­se­mane unter­wegs um zu beten. Vor ihm liegt die schw­er­ste vorstell­bare Zeit: seine Pas­sion. Ein­samkeit, Schmähung, Folter, Schmerzen, Gottver­lassen­heit, Tod.

Bevor er das alles erlei­det, sucht Jesus noch mal in der Stille die Gemein­schaft mit seinem Vater im Him­mel. Mit der Auf­forderung wachet und betet, bit­tet er seinen eng­sten Jüngerkreis um Unter­stützung. Allerd­ings sind, sie nicht in der Lage ihren Her­rn zu unter­stützen, son­dern schlafen ein und sind somit ein Tota­laus­fall. Trotz­dem geht Jesus seinen Weg fokussiert und gehor­sam weit­er. Die Liebe seines Vaters trägt ihn durch diese schwere Zeit bis ans Kreuz und zur Vol­len­dung.

Wachet und betet – das passt nicht nur in die Pas­sionswoche, son­dern auch in unsere Coro­na-Krise. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Ins­ge­samt sechs­mal taucht die Auf­forderung zu wachen bei Matthäus auf, dreimal in der aktuellen Szene in Geth­se­mane und dreimal im Zusam­men­hang mit Jesu Endzeitre­den.

Es ist hil­fre­ich genau hinzuschauen, was Jesus mit Wachen meint:

1) Keine Speku­la­tio­nen über den Zeit­punkt der Wiederkun­ft. Mt 24,42

Angesichts kün­ftiger ein­schnei­den­der Ereignisse, die sowohl Naturkatas­tro­phen wie auch die Zer­störung des Tem­pels in Jerusalem bein­hal­teten, warnt Jesus aus­drück­lich vor Speku­la­tio­nen über den Zeit­punkt sein­er Wiederkun­ft. Eine Auf­forderung an die sich vor allem beson­ders fromme Chris­ten durch fast alle Zeit­en immer wieder nicht gehal­ten haben. Der Drang es genau wis­sen und erk­lären zu kön­nen, steckt offen­bar tief in uns drin ist aber nicht immer hil­fre­ich und auch nicht geistlich! Wir soll­ten uns darum nicht an Ver­schwörungs­the­o­rien über die mögliche Entste­hung und Nutznießer der Pan­demie beteili­gen. Lasst uns bitte ruhig und beson­nen den Anweisun­gen der Behör­den zur Eindäm­mung der Pan­demie fol­gen. Später wird es sich­er Zeit genug geben, um zu disku­tieren, was man hätte anders und bess­er machen kön­nen.

Auch hin­sichtlich der the­ol­o­gis­chen Deu­tung unser Zeit bitte ich um Nüchtern­heit und Zurück­hal­tung. Ist der Cora­no-Virus eine Strafe Gottes? Und wen straft er dann? Wie passt das alles zur Liebe Gottes? Ich will hier nicht die ganze Diskus­sion führen, son­dern ver­weise auf einen guten Face­book-Beitrag von Ekke­hart Vet­ter, dem Vor­sitzen­den der Deutschen Evan­ge­lis­chen Allianz:

Zum Face­book-Beitrag

Ich möchte uns aber an Fol­gen­des erin­nert: Ja, Gott hat die Welt noch immer in sein­er Hand – sie ist ihm nicht aus den Hän­den geglit­ten. Ja, Gott benutzt gute und schwere Zeit­en, um zu uns zu reden. Immer ist es seine Liebe, die uns zur Umkehr zu ihm einlädt.der Gottes­beziehung Mt 25,13

2) Vergewis­serung der Gottes­beziehung Mt 25,13

Am Ende des Gle­ich­niss­es von den zehn Jungfrauen fordert Jesus zur geistlichen Wach­samkeit auf. Mit dem Gle­ich­nis macht er deut­lich, dass es eine geistliche Ober­fläch­lichkeit gibt, einen Glauben, der nicht echt und authen­tisch ist und darum auch nicht durchträgt. Die Coro­na-Krise stellt tat­säch­lich jedem einzel­nen von uns die Frage: wie sieht es aus mit deinem Glauben, mit Gott und dir? Es ist gut wahrzunehmen, dass viele Men­schen neu über den Sinn ihres Lebens, die Zukun­ft der Welt und über Gott nach­denken! Lasst uns auch die Ostertage nutzen um diese Frage zu bedenken!

3) Zeit und Gaben ein­set­zen (Mt 25,14–28)

Im Gle­ich­nis von den anver­traut­en zeigt sich die von Jesus geforderte Wach­samkeit darin, die von Gott gegebe­nen Gaben einzuset­zen und gute Chan­cen nicht auszu­lassen. Unsere Coro­na Zeit birgt jede Menge Chance zur Weit­er­gabe des Evan­geli­ums. Ich bin sehr dankbar für alle dig­i­tal­en Aktiv­itäten, die von unseren Gemein­den in kurz­er Zeit entwick­elt wur­den. Ich bin auch dankbar für alle Tele­fo­nan­rufe, die getätigt wer­den und Briefe, die per Hand geschrieben wer­den. Wir brauchen diese Vielfalt an Aktiv­itäten, um auch die Men­schen zu erre­ichen, die dig­i­tal abge­hängt sind – egal ob es am Alter oder dem sozialen Umfeld liegt. Wach­samkeit für die, die das Evan­geli­um brauchen!

4) Gutes Tun

Im let­zten Gle­ich­nis Jesu in Mt 25 geht es um sechs diakonis­che Hand­lun­gen: Hun­grige speisen, Durstige zu trinken geben, Fremde aufnehmen, Nack­te bek­lei­den, Kranke ver­sor­gen, Gefan­gene besuchen. Diese Dinge sind aktuell und wer­den und in den kom­menden Monat­en noch an Bedeu­tung gewin­nen: Haben wir Men­schen im Blick, die ein­sam oder/krank sind und Hil­fe brauchen z.B. beim Einkaufen? Stärken wir denen den Rück­en, die in dieser Zeit beson­ders beru­flich gefordert sind: In der Pflege, in den Super­märk­ten, in der öffentlichen Ver­wal­tung, bei der Polizei? Zeigen wir uns sol­i­darisch mit denen, die in Kurzarbeit gehen müssen oder gar ihren Arbeit­splatz ver­lieren wer­den?

Ich fasse die Gedanken zusam­men, lasst uns nicht in nut­zlose Speku­la­tio­nen unsere Energie vergeu­den, son­dern als Gemeinde Jesu sehr wach­sam sein, in dem wir unsere Beziehung zu Gott erneuern, unsere Gaben und Möglichkeit­en zur Weit­er­gabe des Evan­geli­ums ein­set­zen und den Men­schen beis­te­hen, die unsere prak­tis­che Hil­fe brauchen.

Lasst uns außer­dem frei gewor­dene Zeit zum Gebet nutzen, so wie Paulus es in 1. Tim 2,1–4 schreibt:

Das Erste und Wichtig­ste, wozu ich die Gemeinde auf­fordere, ist das Gebet. Es ist unsere Auf­gabe, mit Bit­ten, Fle­hen und Danken für alle Men­schen einzutreten, ins­beson­dere für die Regieren­den und alle, die eine hohe Stel­lung ein­nehmen, damit wir ungestört und in Frieden ein Leben führen kön­nen, durch das Gott in jed­er Hin­sicht geehrt wird und das in allen Belan­gen glaub­würdig ist. In dieser Weise zu beten ist gut und gefällt Gott, unserem Ret­ter, denn er will, dass alle Men­schen gerettet wer­den und dass sie die Wahrheit erken­nen.

Sei her­zlich gegrüßt von deinem

Rein­hard Spincke

Ostergruß – Video des Gemeindeleiters

Ein Mut machen­der Gruß unseres Gemein­deleit­ers Rein­hard Spincke zum Oster­fest. Der Herr ist aufer­standen!

Informationen aus der Stiftung

In der ver­gan­genen Woche sind neun Mitar­beit­er, die unter Quar­an­täne standen, neg­a­tiv auf den Coro­na Virus getestet wor­den. Dafür sind wir dankbar! Eben­falls dankbar sind wir für die staatlichen Hil­f­spro­gramme für Pflegein­rich­tun­gen, die von Coro­na betrof­fen sind. Dies erhöht allerd­ings den Ver­wal­tungsaufwand noch mal beträchtlich. Lei­der müssen auch immer noch Ver­anstal­tun­gen abge­sagt wer­den. Sowohl die Senioren­freizeit vom 11.–14. Juni in Cux­haven, als auch der Frauen­tag am 20. Juni in der City­Church mussten abge­sagt wer­den.

Deutsch­land betet: Heute find­et von 17.00 – 18.30 Uhr eine deutsch­landweite Gebet­sak­tion statt. Mehr Infos unter: deutsch­land­betet­ge­mein­sam

Livestream­gottes­di­en­ste: Die Zahl der Live-Stream Gottes­di­enst nimmt auch bei uns in der FeGN weit­er zu. Das ist sehr erfreulich! Eine (ver­mut­lich fast) voll­ständi­ge Liste find­et ihr unter https://feg.de/livestream/. Am Oster­son­ntag wird es auch vom Bund FeG ab 10.30 Uhr geben. Nutzt diese Möglichkeit­en und weist auch Men­schen darauf, die gewöhn­lich nicht in einen Gottes­di­enst gehen.

Sem­i­nar: Zukun­ft der Gemeinde. Über 25 Teil­nehmer hat­te das Zoom-Sem­i­nar mit Mit­gliedern des Ältesten­rates zum The­ma Gemeinde der Zukun­ft. Es war schön, sich auf diesem Wege ein­mal wieder zu sehen. Zudem gab es auch inspiri­erende Gespräche über die Frage, was eine kreative Gemeinde ausze­ich­net. Fort­set­zung dazu gibt es am Don­ner­stag 18.00 – ca. 19.20 Uhr.

Ein­führung Alexan­der Heis­ter­mann
Eine Ein­führung der beson­deren Art hat unsere Gemeinde in Farm­sen erlebt. Mit einem Zoom Gottes­di­enst, der am 3.4. aufgeze­ich­net und am 5.4. gesendet wurde, ist Alexan­der Heis­ter­mann in Farm­sen als neuer Pas­tor einge­führt wor­den. Wir wün­schen Alexan­der und Ale­na Heis­ter­mann mit ihren bei­den Kindern weit­er gutes Ein­leben in Farm­sen und Gottes Segen für den Dienst! Den Gottes­di­enst kann man sich unter fol­gen­dem Link anse­hen: Einführung_Heistermann

 

Bericht Kinder – und Jugendarbeit

Die Absage mehrerer Ver­anstal­tun­gen (JUCA, BU-Freizeit usw.) und der totale Aus­fall aller Tre­f­fen vor Ort in den Grup­pen der Gemein­den stellt Kinder und Jugendliche und ihre Fam­i­lien vor beson­dere Her­aus­forderun­gen..

Unser Anliegen ist es, mit ihnen in Kon­takt zu sein und Gemein­schaft­ser­leb­nisse auf alter­na­tive Art zu genießen. Das JUCA-Team ist mit eini­gen Video­clips mit den Kindern in Verbindung (hier zu sehen und abon­nieren: Zu den Youtube-Clips)

Es gibt Wis­senswertes, Inter­views, Rät­sel und Ein­blicke ins JUCA-Büro, und viele Kinder nehmen dieses Ange­bot dankbar an. Die Coolies wer­den sich dem­nächst in ein­er Zoom-Kon­ferenz tre­f­fen. Alle Kinder und Coolies bekom­men in dieser Woche noch ihr JUCA-T-Shirt 2020 zugeschickt, und hier­mit haben wir einen großen Fotowet­tbe­werb ges­tartet unter dem JUCA-Mot­to „Du bist ein­ma­lig!“. Einige Gemein­den machen gute Erfahrun­gen mit Zoom-Tre­f­fen für Jugendliche und Teens, und auch Kinder sind mit Ideen, Spie­len und Anre­gun­gen auf dig­i­talem Weg gut ver­sorgt (s. let­zter Newslet­ter). Alle hof­fen natür­lich, dass man sich bald wieder „in echt“ sehen kann – das ist ger­ade für die junge Gen­er­a­tion durch nichts zu erset­zen!

Endlich barrierefrei

Die FeG Bre­mervörde kon­nte Neu– Ein­wei­hung nach erfol­gre­ichem Umbau feiern.

Sehr lange beschäfti­gen wir uns mit dem Umbau des in die Jahre gekomme­nen Gemein­de­haus­es. Wir benötigten drin­gend einen bar­ri­ere­freien Zugang zum Gemein­de­haus und behin­derten­gerechte San­itäran­la­gen. Im Som­mer 2019 wurde dann gemein­sam mit der Gemeinde beschlossen, den Umbau zu wagen. 

Nach 6‑monatiger Bauzeit ist es nun soweit: endlich sind wir bar­ri­ere­frei! Dies haben wir am 8. März mit einem Ein­wei­hungs­gottes­di­enst unseres Umbaus gefeiert. 

In ein­er kurzen Andacht nahm Pas­tor Rein­hard Spincke Inhalte aus dem zuvor vor­ge­tra­ge­nen Poet­ry-Beitrag  „Gottesent­deck­er“  auf. Nach dem Gottes­di­enst nah­men die Besuch­er die neuen Räum­lichkeit­en in Augen­schein. Beson­ders das großzügige Foy­er fand großen Anklang.

Wir sind unserem Her­rn dankbar für unsere neuen Räume!

Aus der Praxis

Es gibt mit­tler­weile viele hil­fre­iche Ideen für Gemein­deak­tiv­itäten in Coro­na-Zeit­en. Auch in diesem Newslet­ter wollen wir einige vorstellen:

  • Mund­schutz nähen.

Mund­schutz­masken für die ELIM Senioren­cen­tren: Auf­grund der neuen Verord­nun­gen für Pflege­heime haben die Ein­rich­tun­gen unser ELIM Diakonie Prob­leme, die Mitar­beit­er mit aus­re­ichend Mund­schutz­masken zu ver­sor­gen. Es wur­den bere­its einige selb­st­genähte Masken zur Ver­fü­gung gestellt. Allerd­ings wer­den ganz drin­gend weit­ere benötigt! Es wäre daher eine große Hil­fe, wenn es noch mehr Leute gibt, die kochfeste Masken nähen und diese den ELIM Senioren­cen­tren zur Ver­fü­gung stellen wür­den. Wenn ihr dazu bere­it seid, wen­det euch bitte an Kirsten Hanelt, ELIM Senioren­cen­trum Eppen­dorf (hanelt@fegn.de).

Ein Näh­muster kann gern zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Her­zlichen Dank!

  • Ehre­namts­börse

Die Diakonie Ham­burg hat eine Ehre­namts­börse aufge­baut. Auf der Home­page heißt es dazu: Die Diakonie-Stiftung Mit­Men­schlichkeit koor­diniert den Ein­satz je nach Stadt­teil und wird sich bei Bedarf schnell und flex­i­bel mit Ihnen per E‑Mail in Verbindung set­zen. Weit­ere Infor­ma­tio­nen find­en sich unter:

Link zur Coro­na-Hil­fe der Diakonie Ham­burg 

Wenn du weit­ere Tipps und Ideen für das Gemein­deleben in Coro­na-Zeit­en hast, dann schick sie gerne an gemeindebuero(at)fegn.de

Gebetsanliegen

  1. Wir danken und loben unseren HERRN Jesus Chris­tus, dass ER nach wie vor der HERR ist, der diese Welt in seinen Hän­den hält.
  2. Wir danken für alle Kreativ­ität, mit der in den Medi­en das Evan­geli­um verkün­det wird und für die Für­sorge und prak­tis­che Hil­fe, die viele Men­schen üben.
  3. Wir beten für alle kranken und ein­samen Men­schen, die eine schwere Zeit erleben.
  4. Wie beten für alle Beruf­stäti­gen, die auf­grund der Krise beson­dere Belas­tun­gen zu tra­gen haben – vor allem in der Pflege.
  5. Wir beten für die Entschei­dungsträger um Augen­maß und Kraft und Schutz.
  6. Wir beten, dass das Evan­geli­um von Jesus Chris­tus in dieser Osterzeit auf offene Herzen trifft und Men­schen sich von Jesus Chris­tus ret­ten lassen.

 

Kontakt

Rück­mel­dun­gen und Anre­gun­gen zu diesem Newslet­ter nimmt die EIN­BLICK-Redak­tion gerne ent­ge­gen: