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EINBLICK Spezial 1

Fre­itag, 20. März 2020 /// Diese Son­der­aus­gabe vom EINBLICK wird in den kom­menden Wochen zeit­nah über aktuelle Entwick­lun­gen in unser­er Stiftung informieren und dadurch bis auf Weit­eres die reg­ulären Newslet­ter­for­mate EINBLICK News und EINBLICK Gebet erset­zen.

Wer unter dem Schutz des höch­sten Gottes lebt, darf ruhen bei ihm, der alle Macht hat.“  Psalm 91,1

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesen von Coro­na geprägten Zeit­en tut es gut Psalmen zu lesen, die um die Gefahren des Lebens wis­sen und gle­ichzeit­ig an der Größe und Liebe Gottes fes­thal­ten. Wir erleben aktuell viele Wider­sprüch­lichkeit­en: Das Coro­na-Virus sorgt auf der einen Seite dafür, dass wir äußer­lich durch den Stopp allen Reisens nicht nur entschle­u­nigt wer­den, son­dern uns sozusagen in ein­er kollek­tiv­en Voll­brem­sung befind­en. Gle­ichzeit­ig rasen die Nachricht­en und Gedanken umso schneller. Statt Fußbal­lergeb­nisse zeigt der Livet­ick­er nun ständig steigende Fal­lzahlen an.

Während bei den Einen die Sorge um die Gesund­heit im Vorder­grund ste­ht, ist es bei Anderen die Sorge um die wirtschaftliche Entwick­lung in unserem Land: Wie sich­er ist mein Arbeit­splatz, schaf­fen wir das als Fir­ma und wie lange soll die starke Ein­schränkung des öffentlichen Lebens dauern? Die ganze Anspan­nung fordert die Psy­che viel­er Men­schen unglaublich her­aus, ins­beson­dere dort, wo Men­schen generell unter Ein­samkeit und Beziehungsar­mut lei­den.

Wie kön­nen wir uns als Chris­ten in so ein­er Zeit ver­hal­ten? Wer die Geschichte unser­er Stiftung ein wenig ken­nt, weiß, dass sie 1893 im Nach­gang der großen Cholera-Epi­demie ent­stand, als über 8.600 Men­schen in Ham­burg star­ben und mehr als 17.000 schw­er erkrank­ten waren. In ein­er Stim­mung der Hoff­nungslosigkeit fin­gen Chris­ten an, sich um Kranke und Ster­bende zu küm­mern und ihnen das Evan­geli­um zu verkündi­gen. Mit Kopf, Herz und Hand haben sie sich von Gott in dieser Katas­tro­phen­zeit gebrauchen lassen. Folge ihres Ein­satzes waren eine mit­tel­fristig deut­lich verbesserte Pfle­ge­si­t­u­a­tion für Kranke und Ster­bende sowie eine kleine Erweck­ung, die zur Grün­dung unser­er Stiftung führte.

Ich bin ges­pan­nt, wie Gott die Coro­na-Pan­demie gebrauchen wird, um etwas Gutes daraus entste­hen zu lassen, das ihn ehrt und Men­schen hil­ft. Ich freue mich sehr darüber, wie viele einzelne Chris­ten und ganze Gemeinde sehr kon­struk­tiv und kreativ mit dieser Sit­u­a­tion umge­hen, mit mod­er­nen Medi­en exper­i­men­tieren und dazuler­nen! Ein paar dieser Impulse und weit­er­er Infor­ma­tio­nen möchte ich im Fol­gen­den mit dir teilen.

Dein Rein­hard Spincke

Informationen von und für Gemeinden

Viele FeGN-Gemein­den bieten bere­its auf elek­tro­n­is­chem Weg Impulse für Gäste und Fre­unde an. Es wird viel tele­foniert und prak­tisch geholfen. Lasst uns ger­ade in dieser Zeit darauf acht­en, untereian­der Kon­takt zu hal­ten und nie­man­den zu vergessen!

Ein guter Aus­gangspunkt für Impulse kann sein, jede Woche zwei Inter­net­seit­en von FeGN-Gemein­den zu studieren. Zwei konkrete Beispiele:

Fol­gende FeGN-Gemein­den bieten aktuell Gottes­di­en­stüber­tra­gun­gen im Inter­net an:

Die Allianz-Mis­sion sendet an diesem Son­ntag ab 10.30 Uhr zum The­ma „Jesus, Coro­na und die Auswirkun­gen weltweit“ einen Livestream…

Der Bund FeG hat eine eigene Über­sicht von Livestreams sowie Tipps zur tech­nis­chen Umset­zung parat — weit­ere Infor­ma­tio­nen…

Der Bun­des-Ver­lag bietet ganze 14 sein­er Zeitschriften im dig­i­tal­en For­mat zum kosten­losen Ken­nen­ler­nen an — weit­ere Infor­ma­tio­nen…

Manch­mal helfen auch kleine Tricks, um gängige Kom­mu­nika­tion­sapps bess­er zu nutzen. Burkard Bogl schreibt: „In Sit­tensen ver­wen­den wir eine What­sApp-Gruppe. Wir haben diese Gruppe so eingestellt, dass nur aus­gewählte Per­so­n­en Nachricht­en posten kön­nen. Somit ver­mei­den wir, dass die Gruppe zu ein­er Art ‚Forum‘ ausartet und Mit­glieder die Gruppe ent­nervt ver­lassen. Für uns bis jet­zt eine wirk­liche Bere­icherung.“

Aktuelle Infor­ma­tio­nen zu den überge­meindlichen Ter­mi­nen und Hin­weise zu Verän­derun­gen find­est du im FeGN-Kalen­der…

Wenn du weit­ere Tipps und Ideen für das Gemein­deleben in Coro­na-Zeit­en hast, dann schick sie gerne an gemeindebuero(at)fegn.de

Informationen aus den Dienstbereichen Kinder und Jugend

Auch in der jet­zi­gen Sit­u­a­tio­nen denken viele Mitar­bei­t­ende in den Gemein­den über ansprechende Ange­bote für Kinder und Jugendliche nach. Hier ein klein­er Überblick.

Das JUCA-Team wird Anfange näch­ster Woche entschei­den, wie es dieses Jahr mit dem JUCA laufen kann.

Wie hil­fre­ich es ist, in unserem Bund Freier evan­ge­lis­ch­er Gemein­den ver­net­zt zu sein, zeigen auch die guten Ange­bote für Kinder und Jugendliche, die bere­it­gestellt wer­den:

  • Kinder­gottes­di­enst in Coro­na-Zeit­en: Mate­ri­alien, die leicht in der Fam­i­lie genutzt werde kön­nen, um gemein­sam Gottes­di­enst zu feiern, find­et man hier…
  • oder aber man schal­tet ein­fach den Online Kinder­gottes­di­enst an
  • Welche Tipps es für den Zusam­men­halt von Jugendlichen gibt erk­lärt der Teenager­ref­er­ent des Bun­des, Johannes Krupin­s­ki, in diesem Video…

Informationen aus der ELIM Diakonie

Trotz aller getrof­fen­er Vor­sichts­maß­nah­men gibt es jet­zt in einem Senioren­cen­trum der ELIM Diakonie den ersten Coro­na-Fall.

Der Bewohn­er wurde bere­its in ein Kranken­haus ein­geliefert. Die Stiftungs- und Ein­rich­tungsleitung ist in enger Verbindung mit den zuständi­gen Behör­den. Die Lage ist ins­beson­dere für die Mitar­bei­t­en­den in den Ein­rich­tun­gen mehr als her­aus­fordernd. Vie­len Danke für alle Für­bitte an dieser Stelle!

Abschlussgebet

Bei allen ungek­lärten Fra­gen haben wir die Möglichkeit zu unserem lebendi­gen Gott zu beten. Darum beschließen wir diesen Son­dernewslet­ter mit einem Gebet von Johannes Hartl:

Herr, wir brin­gen Dir alle Erkrank­ten und bit­ten um Trost und Heilung.
Sei den Lei­den­den nahe, beson­ders den Ster­ben­den.
Bitte tröste jene, die jet­zt trauern.
Schenke den Ärzten und Forsch­ern Weisheit und Energie.
Allen Kranken­schwest­ern und Pflegern Kraft in dieser extremen Belas­tung.
Den Poli­tik­ern und Mitar­beit­ern der Gesund­heit­sämter Beson­nen­heit.
Wir beten für alle, die in Panik sind. Alle, die von Angst über­wältigt sind.
Um Frieden inmit­ten des Sturms, um klare Sicht.
Wir beten für alle, die großen materiellen Schaden haben oder befürcht­en.
Guter Gott, wir brin­gen Dir alle, die in Quar­an­täne sein müssen, sich ein­sam fühlen, nie­man­den umar­men kön­nen. Berühre Du Herzen mit Dein­er San­ftheit.
Und ja, wir beten, dass diese Epi­demie abschwillt, dass die Zahlen zurück­ge­hen, dass Nor­mal­ität wieder einkehren kann.
Mach uns dankbar für jeden Tag in Gesund­heit.
Lass uns nie vergessen, dass das Leben ein Geschenk ist.
Dass wir irgend­wann ster­ben wer­den und nicht alles kon­trol­lieren kön­nen.
Dass Du allein ewig bist.
Dass im Leben so vieles unwichtig ist, was oft so laut daherkommt.
Mach uns dankbar für so vieles, was wir ohne Krisen­zeit­en so schnell überse­hen.
Wir ver­trauen Dir.
Danke.

Kontakt

Rück­mel­dun­gen und Anre­gun­gen zu diesem Newslet­ter nimmt die EIN­BLICK-Redak­tion gerne ent­ge­gen: