EINBLICK News 5/2021: Neues aus der FeGN

Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig. Eine Frau nimmt eine Hand voll davon, mengt ihn unter einen halben Sack Mehl, und am Ende ist die ganze Masse durchsäuert.

Matth 13,33 — NGÜ

Mit seinen Gle­ich­nis­sen vom Him­mel­re­ich macht Jesus deut­lich, wie Gottes Herrschaft sich auf dieser Welt aus­bre­it­et und wie er selb­st also zu wirken gedenkt. Es geschieht nicht mit klar­er Kante, nicht mit großem Spek­takel, son­dern von innen, kaum spür­bar. Die from­men Juden sein­er Zeit hät­ten sich gewün­scht, dass er die Römer mit Macht aus dem Land vertreibt und alle, die gegen das mosais­che Gesetz ver­stoßen, hart bestraft. Sie waren ent­täuscht als er das nicht tat und sie außer­dem auf­grund ihres Macht­strebens hin­ter­fragte und manche Heuchelei aufdeckt. Gottes Reich verän­dert die Welt von innen her­aus, ohne offen­sichtliche Revolution.

Das sollte uns auch nach der Bun­destagswahl vor allzu hohen Erwartun­gen an neue poli­tis­che Entschei­dungsträger bewahren. Die entschei­den­den Verän­derun­gen müssen in den Herzen und Köpfen der Men­schen begin­nen – dies ist ein geistlich­er Prozess, der Gebet und Heili­gen Geist braucht.

Weil Gottes Reich häu­fig so klein und unschein­bar begin­nt und Men­schen von innen her­aus verän­dert, darum über­windet es auf der anderen Seite aber auch immer wieder poli­tis­che und kul­turelle Gren­zen. Es ist ein­fach nicht aufzuhal­ten, selb­st da wo Men­schen um ihres Glaubens willen benachteiligt oder ver­fol­gt wer­den. Sie brauchen in beson­derem Maße unsere Gebetsunterstützung!

Gottes Reich wird sich her­rlich vol­len­den, weil Jesus auf Gol­gatha den entschei­den­den Sieg errun­gen hat. Wie gut, dass wir dies wis­sen und als seine Gemeinde schon heute Teil seines Reich­es sein dürfen!

 

In her­zlich­er Verbundenheit,

euer Rein­hard Spincke

TEXT: CHRISTIANE STEEG (Gemeinde), SIMON KANNENBERG (Land)
BILDER: THERESA YILMAZ, SIMON KANNENBERG, CHRISTIANE STEEG

Das Istanbulprojekt

Nur eine Stunde Fährfahrt von der 20-Mil­lio­nen-Metro­pole Istan­bul ent­fer­nt liegen die Prinzenin­seln, grüne Oasen im Mar­marameer, von denen man die Sky­line der Stadt sehen kann. Dort haben wir uns als Gemeinde Anfang Sep­tem­ber für ein Woch­enende getrof­fen, um uns, jet­zt schon zum vierten Mal, nach der Som­mer­pause auf das Gemein­de­jahr vorzu­bere­it­en. Der Höhep­unkt dieser Woch­enen­den ist die Taufe am Son­ntag und in diesem Jahr durften wir 4 neue Geschwis­ter taufen. Wir sind Gott sehr dankbar, dass er in den 4 Jahren, in denen wir in der Türkei sind, so viel Segen geschenkt hat.

Die Geschichte unser­er Gemein­de­grün­dung begann mit unserem Ver­lan­gen, dem Mis­sions­be­fehl Jesu zu fol­gen und den Men­schen in der Türkei die Hoff­nung und Ret­tung, die Jesus schenkt, zu brin­gen. In der Türkei sind nur 0,2% der Bevölkerung Chris­ten, in der Mehrheit armenis­che Chris­ten. Damit ste­ht die Türkei auf Platz 8 der Län­der mit der ger­ing­sten Anzahl an Chris­ten. (siehe Simons Text)

So macht­en wir (1 Fam­i­lie mit 3 Kindern plus zwei Sin­gles) uns im Som­mer 2017 von Ham­burg auf den Weg nach Istan­bul. In der Zeit vor unserem Auf­bruch bere­it­eten wir uns auf die Türkei vor. Wie leben die Men­schen in Istan­bul? Welche Kul­tur erwartet uns? Wie wirkt sich der Islam auf das Zusam­men­leben aus? Dies waren die Fra­gen, mit denen wir uns beschäftigten. Aber die Haupt­frage war immer, wie kön­nen wir die Men­schen in der Stadt am besten mit dem Evan­geli­um erreichen.

Zu den Vor­bere­itun­gen gehörte auch die Wahl eines Stan­dortes in dieser 20-Mil­lio­nen-Stadt, an dem die Gemeinde starten sollte. Wir entsch­ieden uns für Kadıköy, ein Stadtvier­tel auf der asi­atis­chen Seite, das mit seinen vie­len Cafés und The­atern beson­ders bei Kün­stlern und jun­gen Leuten sehr beliebt ist. Wir began­nen mit regelmäßi­gen Tre­f­fen des Start­teams und um in die Gesellschaft und die Kul­tur einzu­tauchen fan­den diese Tre­f­fen oft in Cafés statt. Das war eine gute Gele­gen­heit, unsere türkischen Fre­unde einzu­laden. Über­haupt war und ist es uns ein Anliegen, inten­sive Kon­tak­te zu Türken aufzubauen, das Leben mit unseren nichtchristlichen Fre­un­den zu teilen und sie dadurch an unserem Glauben teil­haben zu lassen. Dazu gehörte auch eine Kun­stausstel­lung, zu der die Bewohn­er ihre Gedanken über ihr Vier­tel beitra­gen kon­nten oder Abende in ein­er Bar, in der die Besuch­er ihre Musik spie­len ließen und ihre per­sön­lichen Geschicht­en zu den Liedern erzählen kon­nten. Wir waren von Anfang an erstaunt und begeis­tert, wie pos­i­tiv die Men­schen hier auf unsere Gemein­de­grün­dung reagiert haben.

Nach einem Jahr starteten wir mit den ersten öffentlichen Gottes­di­en­sten, die auch in einem Café stat­tfan­den. Im Ver­lauf der 4 Jahre mussten wir uns immer wieder neue, größere Loca­tions suchen, zurzeit tre­f­fen wir uns in einem The­ater mit 100 Plätzen. Es war erstaunlich und ein klares Wirken Gottes, dass wir uns auch in der Coro­na-Zeit regelmäßig tre­f­fen kon­nten und dass selb­st unter diesen erschw­erten Bedin­gun­gen neue Leute unsere Gottes­di­en­ste besuchten.

Unser großer Wun­sch ist es, auch in anderen Stadt­teilen von Istan­bul Gemein­den zu grün­den. Deshalb wer­den im Moment türkische Gläu­bige geschult, um Ver­ant­wor­tung für diese neuen Gemein­den zu übernehmen. Wir hof­fen und beten, dass von diesen Gemein­den eine Kraft aus­ge­ht, die Men­schen und die Gesellschaft erneuert.

Chris­tiane Steeg

Die Situation im Land

Die Türkei ist ein islamis­ches Land, über 98 % der Bevölkerung sind Moslems. Doch wenn man genauer hin­schaut, die Leute ken­nen­lernt und ihnen zuhört, stellt man fest, dass es über­haupt nicht so ein­deutig ist. Große Teile der Bevölkerung sind zwar prak­tizierende Moslems, aber auf der anderen Seite gibt es auch viele Türken, speziell in der jün­geren Gesellschaftss­chicht, die als Moslems kul­turell erzo­gen wur­den, aber das Sys­tem des Islams ablehnen. Die Türkei ist ein laizis­tis­ch­er Staat, das bedeutet, dass Staat und Reli­gion voneinan­der getren­nt sind. Doch dadurch, dass der Islam in den let­zten Jahren mehr und mehr poli­tisiert wurde, führt das zu einem großen Span­nungs­feld inner­halb der Gesellschaft.

Dies machte sich auch für die ca. 170 evan­ge­lis­chen Gemein­den in der Türkei bemerk­bar. In den let­zten Jahren wur­den etwa 200 aus­ländis­che Chris­ten inklu­sive deren Fam­i­lie mit einem Wiedere­in­rei­se­ver­bot belegt, weil sie aktiv in den Gemein­den mit­gear­beit­et hat­ten. Kein­er der Betrof­fe­nen hat­te sich strafrechtlich etwas zuschulden kom­men lassen, einige von ihnen lebten sog­ar mehr als 20 Jahre in der Türkei, hat­ten Wohneigen­tum und ihre Kinder wuch­sen hier auf. Als Begrün­dung wird den Betrof­fe­nen dann oft vorge­wor­fen, sie seien eine „Gefahr für die nationale Sicher­heit“.  Dahin­ter lässt sich die klare Vorge­hensweise erken­nen, die Arbeit der Gemein­den zu behin­dern. Einige der betrof­fe­nen aus­ländis­chen Chris­ten haben ver­sucht, dage­gen gerichtlich vorzuge­hen, doch bish­er wur­den alle Gerichtsver­fahren ver­loren. Offiziell gibt es Reli­gions­frei­heit in der Türkei, doch ist klar erkennbar, dass dies nur bed­ingt gilt. Die „Vere­ini­gung protes­tantis­ch­er Gemein­den“ in der Türkei, die zahlen­mäßig sehr klein ist, find­et bish­er wenig Gehör.

Neben den all­ge­meinen und gesellschaftlichen Prob­le­men der Gemein­den gibt es auch für viele türkische Gläu­bige ganz per­sön­liche Prob­leme in ihren Fam­i­lien, ins­beson­dere wenn jemand aus einem sehr kon­ser­v­a­tiv­en Eltern­haus kommt. Dazu gehören hitzige Diskus­sio­nen, Ent­frem­dung und Kon­tak­tab­bruch. Es kam auch in unser­er Gemeinde schon zu ern­stzunehmenden Mord­dro­hun­gen, nach­dem sich eine junge türkische Frau bekehrt hat­te. Doch trotz aller Schwierigkeit­en ist die Anzahl der Chris­ten in der Türkei steigend, denn viele Türken sind auf der Suche nach Hoff­nung und find­en sie in Jesus Christus.

Simon Kan­nen­berg

TEXT: THOMAS SCHECH

Muslimische Welt und Allianz-Mission – ein Überblick

Ger­ade vor weni­gen Wochen ist ein junges, motiviertes Team aus einem großen mus­lim­is­chen Land in Asien von der Geheim­polizei nach Deutsch­land aus­gewiesen wor­den. Im Reisep­a­ss markiert jet­zt ein rot­er Stem­pel ihren Sta­tus: Uner­wün­schte Per­son. Wer in Län­dern mit mus­lim­is­ch­er Mehrheit arbeit­en will, muss bere­it sein, etwas zu riskieren. Ohne Wag­nis und Mut, wird man nicht weit kom­men. Das gilt für fast alle Län­der mit mus­lim­is­ch­er Mehrheit, in denen wir arbeit­en. Aus Sicher­heits­grün­den nen­nen wir sie nicht in unseren Veröf­fentlichun­gen, wobei die Sit­u­a­tio­nen sehr unter­schiedlich sind. Nach dem Sieg der Tal­iban in Afghanistan ist Mali wieder ins Gedächt­nis der deutschen Öffentlichkeit gerückt. Seit Jahrzehn­ten sind wir hier engagiert im Bere­ich Gemein­de­grün­dung und ganzheitlich­er Diakonie. Aktuell sind unsere Mitar­beit­er und unsere Part­nerkirche in der Tat in ein­er schwieri­gen Sit­u­a­tion, denn die Desta­bil­isierung des Lan­des geht schle­ichend weit­er. Aber auch klas­sis­che ostafrikanis­che Län­der wie Tansa­nia, in denen wir arbeit­en, haben einen hohen mus­lim­is­chen Bevölkerungsan­teil von bis zu 40 %. In Nairo­bi (Kenia) investieren sich unsere Leute in einem der größten mus­lim­is­chen Slums der Metro­pole, um ein weit­eres Beispiel zu nen­nen. Auch die Arbeit­en im Koso­vo oder Alban­ien gehören in diesen Kon­text und nicht zulet­zt das vielfältige Engage­ment unser­er Arbeit unter Mus­li­men in Deutsch­land. Gott liebt die Mus­lime! Sein Herz schlägt für seine Men­schen, über­all. Mein Ziel ist, dass wir das Engage­ment der Allianz-Mis­sion hier weit­er aus­bauen. Im Libanon habe ich erlebt, wie der kul­turelle Graben zwis­chen ara­bis­chen Chris­ten und ara­bis­chen Mus­li­men nicht viel klein­er ist, als zwis­chen einem bio-deutschen Ham­burg­er Kauf­mann und einem Mus­li­men in HH-Wil­helms­burg. In vie­len Städten und Metropolen dieser Welt leben die Men­schen in den Get­tos ihrer jew­eili­gen Weltan­schau­ung. Hier helfen wir Brück­en zu bauen. Wir ver­net­zen z. B. kon­vertierte ehe­ma­lige Mus­lime aus Deutsch­land mit ara­bisch-christliche Geschwis­tern aus dem Nahen Osten. Sie helfen den Chris­ten zu ver­ste­hen, wie Mus­lime tick­en und was sie brauchen, um als Nach­fol­ger Jesu zu wach­sen, wenn sie zum Glauben gekom­men sind.

Zum Schluss noch ein Blick auf die nack­ten Zahlen: Heute leben etwa 1,8 Mil­liar­den Men­schen mus­lim­is­chen Glaubens auf der Welt. Der Islam ist nach dem Chris­ten­tum die zweit­größte Reli­gion. Bei­de Reli­gio­nen wach­sen. Nach aktuellen Stu­di­en wächst die Zahl der Mus­lime allerd­ings schneller als die Zahl der Chris­ten, sodass heute davon aus­ge­gan­gen wird, dass im Jahr 2050 der Islam das Chris­ten­tum als größte Reli­gion ablösen wird. Die Län­der­mit mit der größten mus­lim­is­chen Bevölkerung liegen übri­gens alle in Asien. Hier von Platz 1 an der Rei­he nach: Indone­sien, Indi­en, Pak­istan, Banglade­sch. Erst auf Platz 5 kommt mit Nige­ria ein afrikanis­ches Land. In den ara­bis­chen Län­dern, in denen der Islam ent­stand und zuerst ver­bre­it­et wurde, leben heute nur noch ca. 15 bis 20 % der weltweit­en mus­lim­is­chen Bevölkerung. Inner­halb des Islam bilden die Sun­niten, den weitaus größten Anteil. Die zweit­größte Glauben­srich­tung im Islam, die Schi­iten, sind mit einem Anteil von ca. 10–15 % deut­lich in der Min­der­heit. Danke für euer Gebet und Mit­denken als FeGN!

Thomas Schech

TEXT: IMKE MÖLLER-BERTRAM; FOTO: JÖRG KRAUSE

#wirsindhaven

Unter #wirsind­haven feiern die ehe­mals City­Church, ehe­mals Ham­burg­pro­jekt und ehe­mals FeG Bahren­feld den Zusam­men­schluss zum „Haven“

Seit dem Zusam­men­schluss der drei Gemein­den im let­zten Sep­tem­ber wach­sen wir – gebremst von Coro­na – zu ein­er neuen Kirche zusam­men: Haven.

Mit unser­er Ini­tia­tive #wirsind­haven kon­nten wir in den Monat­en August und Sep­tem­ber endlich richtig Fahrt aufnehmen und Men­schen in Gemein­schaft zusam­men­brin­gen, uns gemein­sam auf die Vision und unseren Auf­trag aus­richt­en und Kirche bauen. Unter dem Leitgedanken „Wir wach­sen zusam­men. Wir dienen zusam­men. Wir bauen Kirche zusam­men. Wir erre­ichen Men­schen zusam­men.“ haben wir das erste „Haven-Fest“ gefeiert, Gottes­di­en­ste und Anbe­tungsabende, 1:1 Gespräche und Visions-Abende zum Ken­nen­ler­nen untere­inan­der ver­anstal­tet und kon­nten zum Abschluss der Ini­tia­tive am 26.09. unsere erste Taufe feiern.

Es tat so gut und ist immer noch schön zu sehen, wie Men­schen in der neuen Kirche sich ken­nen­ler­nen, wie wir langsam wieder in allen Stan­dorten Gottes­di­en­ste vor Ort feiern kön­nen, aber auch sehen, wie Men­schen durch unsere Online-Gottes­di­en­ste berührt wer­den, neue Mitar­beit­er und Teams ihre Dien­ste aufnehmen, wie Men­schen sich zur Taufe entschliessen und wie wir uns gemein­sam aus­richt­en, um Kirche für die Stadt zu sein.

Für uns als Haven bedeutet das langfristig: durch unsere Arbeit und unser Wirken expliz­it 1% der Ham­burg­er mit der guten Nachricht von der Gnade Gottes zu erre­ichen und so den geistlichen Wasser­stand Ham­burgs sig­nifikant anzuheben. Dafür wollen wir lebendi­ge, evan­geli­um­szen­treirte Gottes­di­en­ste feiern, zu denen wir gern unsere Fre­unde ein­laden, wir wollen in unsere Next Gen­er­a­tion investieren und wir wollen gesunde und lebendi­ge Gemein­den, Ini­tia­tiv­en und Vere­ine bauen, grün­den und erneuern, damit sie über­all in der Stadt unseren Auf­trag erfüllen und Men­schen die Möglichkeit bekom­men, Gottes Evan­geli­um kennenzulernen.

Das schaf­fen wir niemals allein – aber mit Vie­len zusam­men und mit Fokus auf unseren Her­rn, der uns und diese Stadt geschaf­fen hat und so sehr liebt, und im Ver­trauen auf ihn wird es möglich werden.

Imke Möller-Bertram

TEXT: STEFFEN WEIL; FOTO: ANGELINA HUFEN

Neu im HAVEN

Mein Name ist Stef­fen Weil und ich gehöre seit 01.09.2021 zum Pas­torenteam von Haven in Ham­burg. Mit mein­er Frau Rena­ta bin ich Ende Juni von Pots­dam nach Ham­burg gezo­gen. Von unseren vier erwach­se­nen Kindern wohnt nie­mand mehr bei uns. Ursprünglich kom­men wir aus Hes­sen und bevor ich durch eine recht späte Beru­fung an der fth in Gießen The­olo­gie studiert habe, war ich Krankenpfleger und habe einige Jahre in Wet­zlar im Ret­tungs­di­enst gearbeitet.

Nach mein­er Absolvierung war ich zuerst Pas­tor in Hüt­ten­berg-Recht­en­bach, bevor wir im Som­mer 2009 zur Gemein­de­grün­dung nach Pots­dam gezo­gen sind. Das war auch unser Start mit der FeG. In Pots­dam haben wir die Kirche mit­ten­drin gegrün­det und von Pots­dam aus drei weit­ere Gemein­de­grün­dun­gen in den neuen Bun­deslän­dern ges­tartet, bzw. unter­stützt. Durch eine schwere per­sön­liche und gesund­heitliche Krise ist Anfang 2020 bei uns die Frage nach unserem weit­eren Weg aufgekom­men und Gott hat uns Stück für Stück gezeigt, was dran ist: Mul­ti­p­lika­tion. Wir wollen gerne dabei helfen, dass noch viele Kirchen gegrün­det wer­den, durch die noch viele Men­schen das Evan­geli­um der Gnade ken­nen ler­nen können.

Dafür beten, träu­men und arbeit­en wir für ein Train­ingszen­trum für Gemein­de­grün­dung und Gemein­deerneuerung hier in Ham­burg und von hier aus in Nordeu­ropa. Unter dem Dach von Gemein­sam für Ham­burg werde ich für den Bere­ich Gemein­de­grün­dung zuständig sein. Außer­dem bin ich im Leitung­steam von City to City D‑A-CH (Deutsch­land, Öster­re­ich, Schweiz), einem weltweit­en Gemein­de­grün­dungsnet­zw­erk. Meine Frau Rena­ta ist ursprünglich Erzieherin, hat sehr viel Zeit in unsere Kinder investiert und in den let­zten Jahren haben wir mehr und mehr gemein­sam gear­beit­et und geleit­et. Sie hat eine Aus­bil­dung zur Seel­sorge und Lebensberaterin.

Wir freuen uns auf die Zeit hier in Ham­burg und sind ges­pan­nt, wo Gott uns gebrauchen möchte.

TEXT: MICHA KOHLMEYER; FOTO: LIZBETH FLANAGIN

Neu in Kiel

Moin! Mein Name ist Micha Kohlmey­er und ich darf mich ab sofort Kinder- und Jugen­dref­er­ent in der FeG Kiel nen­nen. Ich freue mich darauf, meine erste Stelle im haup­tamtlichen Dienst hier im hohen Nor­den anzutreten. Die let­zten vier Jahre habe ich am The­ol­o­gis­chen Sem­i­nar Rhein­land (TSR) studiert. Jet­zt brenne ich darauf, in die Prax­is zu gehen und die näch­sten zwei Jahre in Kiel zu ver­brin­gen. Aber weil ich das Studieren doch nicht ganz lassen kon­nte, fange ich neben mein­er Stelle in Teilzeit ab Jan­u­ar mit dem Mas­ter in The­olo­gie an. Es ist schon stark zu sehen, wie Gott die FeG Kiel und mich zusam­menge­führt hat. Bevor die Gemeinde wusste, dass sie jeman­den als Schwanger­schaftsvertre­tung sucht, war ich schon in den Startlöch­ern und kon­nte mit ihnen in Verbindung treten. Sowohl die zeitliche Begren­zung auf zwei Jahre wie auch der Umfang der Stelle haben von bei­den Seit­en per­fekt zueinan­der gepasst. Danke Gott!

Mein Herz schlägt für Gemeinde und auch beson­ders für die junge Gen­er­a­tion. Es ist mir ein Anliegen, Kinder und Jugendliche mit Gutem zu prä­gen. Denn heute sind andere Stim­men, die auf sie ein­pras­seln, oft beson­ders stark. Lei­der sind das oft Stim­men, die mit den bib­lis­chen Wertevorstel­lun­gen nicht so richtig zusam­men­passen oder diesen sog­ar klar wider­sprechen. Das Prä­gen von Men­schen fängt dort an, wo Leit­er authen­tisch sind und authen­tisch leben. Das möchte ich tun und die Kinder und Jugendlichen der FeG Kiel somit auf einem Stück ihres Lebensweges begleit­en. Ich bin ges­pan­nt zu sehen, was Gott in dieser Zeit alles für die Gemeinde bere­it hält und freue mich darüber, ein Teil des Ganzen sein zu dürfen.

TEXT: BERND MEYER; FOTOS: ALEXANDER SCHÄFER

Taufe im Quellenbad

An einem Son­ntag im August hat­ten wir im Schn­everdinger Quel­len­bad einen Tauf­gottes­di­enst. Pünk­tlich zum Gottes­di­enst hat es aufge­hört zu reg­nen und wir durften einen segen­sre­ichen Dienst miterleben.

Es ist noch früh am Tag, die ersten Mitar­beit­er und Besuch­er betreten das Are­al des Quel­len­bads in Schn­everdin­gen. Die Freie evan­ge­lis­che Gemeinde feiert hier heute einen Tauf­gottes­di­enst. Der Him­mel ist grau, es ist frisch, seit Stun­den hat­te es gereg­net, aber jet­zt, kurz vor Beginn, licht­en sich die Wolken. Nach und nach tre­f­fen weit­ere Teil­nehmer ein. Die Stuhlrei­hen füllen sich. Dieser Gottes­di­enst hat einen ein­fachen Rah­men, die Atmo­sphäre ist ungezwun­gen, fröh­lich, erwartungsvoll.

Mehr als 30 Teil­nehmer, eine Musik­erin mit ihrer Gitarre, die drei Chris­ten, die sich taufen lassen wollen. Ihre per­sön­lichen Lebens­berichte und das gemein­same Sin­gen, bilden den Auf­takt. In sein­er Predigt greift Pas­tor Bernd Mey­er auf, um was es geht: Taufe macht die ver­trauende Beziehung zu Gott erkennbar, die eigentlich nie­mand sehen kann. So ist sie ein Beken­nt­nis zum Glauben an Jesus Chris­tus. Und gle­ichzeit­ig ist sie eine tiefe Erfahrung der Gegen­wart Gottes. Der per­sön­liche Lebensweg wird auf eine neue Grund­lage gestellt. Nacheinan­der gehen die Taufwilli­gen mit dem Pas­tor ins Wass­er, bis es tief genug ist, um die Taufe durchzuführen. In per­sön­lichen Fra­gen an die Taufwilli­gen erfährt ihre gewonnene Glaubens­beziehung zu Jesu Chris­tus seine Zus­pitzung. Die Verbindung zu Tod, Begräb­nis und Aufer­ste­hung bilden dafür den Rah­men. Ein per­sön­lich gewählter Bibelvers wird gele­sen, dann wird jed­er Täu­fling ganz unter­ge­taucht. Glaubenser­fahrung. Beken­nt­nis. Freude. Hoff­nung. Emo­tio­nen wer­den spür­bar, als die Einzel­nen das Wass­er wieder ver­lassen, währen die Gemeinde vom Ufer aus singt. Mit Gebet für jeden einzel­nen und dem Segen für die ganze Gemeinde endet der Gottes­di­enst einige Minuten später. Erste Besuch­er im Schwimm­bad tauchen auf, um ihre Run­den zu drehen. Die Sonne fängt an zu scheinen. Die Regen­wolken haben sich längst ver­zo­gen. Es ist Son­ntag. Der All­t­ag kann kom­men. Glaube trägt.

Bernd Mey­er

TEXT: GEMEINDEBÜRO; FOTO: DOLE 777, UNSPLASH

WIReinander 2021: Er tut gut

Das war der 11. Sep­tem­ber 2021

Die Pla­nung des WIReinan­der-Tages wurde bis zulet­zt erschw­ert durch Coro­na, schlußendlich kon­nte man vor Ort in der HAVEN Gemeinde in Ham­burg teil­nehmen, und Dank Inter­net­stream und Videokon­feren­zen auch zu Hause. Mit über 80 Teil­nehmern im Gebäude und etwa 20 Online-Teil­nehmern war es ein bere­ich­ern­der Tag, mit Musik, Sem­i­naren, Gesprächen und Gebet.

Der Tag war unterteilt in einen Vor­trag von Joschi Stahlberg — ganz nach dem Mot­to „Er tut gut“, und darauf fol­gende Sem­i­nare und Work­shops, unter­brochen von ein­er län­geren Mit­tagspause. Beson­ders gefragt war der Vor­trag von Peter Strauch, „Mit mein­er Geschichte ver­söh­nt”. Auch die anderen Sem­i­nare wie zum Beispiel „Wenn Gott Vater wird” mit Detlef Kühne oder das prak­tis­che Sem­i­nar „Soak­ing – Rede mit Gott“ mit Alexan­der Clemens waren gut besucht. Wer Lust auf Abwech­slung hat­te, hat sich zum Gebetss­pazier­gang mit Susan Stolle angemeldet. In den Pausen wurde die Möglichkeit der Begeg­nung und des Aus­tausches genutzt, alles Coro­na-kon­form mit viel Abstand. Mod­eriert haben den Tag Rein­hard Spincke und Maren Bren­ner. Abgerun­det wurde der WIReinan­der-Tag mit einem klas­sis­chen Klavierkonz­ert – ein Ohren­schmaus der die Teil­nehmer beschwingt nach Hause gehen ließ.

Wer das ganze Woch­enende unter das Mot­to „Er tut gut“ stellen wollte, kon­nte am Son­ntag noch den WIReinan­der-Gottes­di­enst aus Lüneb­urg per Stream­ing-Über­tra­gung ansehen.

Mehr Bilder find­et ihr hier: WIReinander

Ehrenamt im Bereich Social Media

Das Gemein­de­büro sucht Unter­stützung im Bere­ich Öffentlichkeit­sar­beit: Wir suchen eine Ehre­namt­lerin oder einen Ehre­namtler für die Grund­stein­le­gung geeigneter Social Media Auftritte.

Die Stiftung ist Anlauf­stelle und Sprachrohr für die FeGN Orts­ge­mein­den in Nord­deutsch­land. Um präsent zu sein und gehört zu wer­den, möcht­en wir unsere Kom­mu­nika­tion­skanäle aus­bauen und Social Media strate­gisch für die Stiftung ein­set­zen. Es ist uns wichtig, unter­schiedliche Ziel­grup­pen zu erre­ichen und dafür auf ver­schiede­nen Kanälen präsent zu sein.

Wäre das was für Dich? Du leis­test einen Beitrag zur Weit­er­en­twick­lung der Stiftung. Du startest mit inno­v­a­tiv­er Herange­hensweise die Social Media Aktiv­itäten und postest Inhalte, die von anderen erar­beit­et wer­den an rel­e­van­ten Stellen, oder erar­beitest Deine eige­nen Inhalte in Bild‑, Sprach‑, Text‑, und Vide­o­for­mat­en. Du bes­timmst den zeitlichen Umfang für Dein Ehrenamt.

Wir freuen uns, Dich ken­nen zu lernen! 
Melde Dich im Gemein­de­büro: gemeindebuero@fegn.de

TEXT: FRITZ ROHDE

Radikale Bibellese

Nicht schon wieder!“ So haben wahrschein­lich Viele über die aktuellen Mel­dun­gen gedacht. Tausende Afgha­nen sollen in Deutsch­land aufgenom­men wer­den. Es ist anzunehmen, dass sie in ihrem Heimat­land nicht länger sich­er sind. Sie müssen fürcht­en benachteiligt, bedro­ht, gefoltert oder sog­ar getötet zu wer­den. Manch­er denkt vielle­icht: „Was haben wir mit deren Prob­le­men zu tun? Kön­nen sie sich nicht selb­st helfen? Wieso holen wir uns da noch mehr Schwierigkeit­en ins Land?“ Solche Sor­gen sind ver­ständlich, aber im Angesicht der Lage unmen­schlich. Auch mit unserem Glauben ist solch eine Hal­tung nicht vere­in­bar. Schon den Israeliten im Alten Tes­ta­ment ist gesagt: „Der HERR ist euer Gott, der den Frem­den unter euch lieb­hat, sodass er ihm Speise und Klei­dung gibt. Und auch ihr sollt den Frem­den lieben, denn ihr seid eben­falls Fremde gewe­sen im Land Ägypten.“ (5. Mose 10, 17–19) Mit­ge­fühl angesichts der oft auswe­glosen Sit­u­a­tion ist das, was Gott schon den Israeliten ins Stamm­buch schrieb, denn: „Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus der Sklaverei in Ägypten­land befre­it habe!“ (5. Mose 5, 6) Diese Befreiung zeigt dem Volk Israel bis heute, wie gut Gott mit ihnen umge­gan­gen ist. Und so soll das Volk Israel dies erwidern, indem sie gut mit den Frem­den unter ihnen umge­hen. Mit der Zeit ist dieses Gebot Gottes schein­bar vergessen wor­den. Einige Jahrhun­derte später erzählt Jesus näm­lich seinen Land­sleuten, wie sie ihren Platz im Him­mel ver­spie­len, wenn sie nicht danach han­deln: „Geht weg von mir in das ewige Feuer, denn ich bin ein Fremder gewe­sen und ihr habt mich nicht aufgenom­men.“ (Matthäus 25, 41–43) Sind wir also wirk­lich bere­it, unsere Men­schlichkeit aufzugeben, nur um es ein Stückchen sicher­er und beque­mer zu haben? Wer­den wir aufgenom­men, wenn wir ein­mal ver­trieben wer­den soll­ten? Was nen­nen wir eigentlich unser Zuhause? Denn auch: „Wir haben hier keine bleibende Stadt.“ (Hebräer 13, 14), son­dern: „Wir sind Bürg­er des Him­mels, gehören zu Gottes Haus.“ (Eph­eser 2, 19) Mit dieser Gewis­sheit im Herzen, lassen Sie uns die kom­menden Her­aus­forderun­gen angehen!

Fritz Rohde

Sammlung zum Erntedank 2021

 Im Bere­ich GEN (Gemein­de­grün­dung und –entwick­lung in Nord­deutsch­land) unser­er Stiftung hat sich u.a. Fol­gen­des getan:

  • In Flens­burg leit­et ein ehre­namtlich­es Team aus vier Per­so­n­en, die Gemeindegründungsarbeit.
  • In Schw­erin-Mitte trifft sich die Gemeinde direkt im Zen­trum und bekommt durch den Stan­dort immer wieder neue Kon­tak­te zu Men­schen. Auf dem Dreesch gibt es Über­legun­gen, ein großes Wohn­pro­jekt zu starten, da die Stadt auf das Patch­work-Cen­ter zuge­gan­gen ist.
  • Die Gemeinde in Barken­holm kon­nte im Sep­tem­ber einen Gottes­di­enst mit 7 Täu­flin­gen feiern. Sie ist jet­zt auch vom Bund FeG als Grün­dungs­ge­meinde akzep­tiert worden.
  • Der Halt­punkt e.V. in Ros­tock kon­nte eigene Räum­lichkeit­en beziehen und die Gemeinde in Ros­tock hat erfreulichen Zulauf durch junge Fam­i­lien erfahren.
  • Die Gemeinde in Rib­nitz-Damm­garten hat einen solchen Zulauf, dass sie plant, ab Som­mer 2022 eine 0,5 Pas­toren­stelle einzuricht­en. Sie hat trotz Coro­na, ihren Grün­dungs­gottes­di­enst im April 2021 gefeiert.
  • In Ham­burg-Wands­bek startet im Som­mer 2022 eine neue mul­ti­kul­turelle Gemein­de­grün­dung mit Rudi Opoku.

Dies sind einige der mehr als zehn Orte, an denen wir als FeGN Gemein­den grün­den und begleit­en. Her­zlichen Dank, wenn du durch deine Spende Teil dieser Bewe­gung wirst! Nutze hierzu entwed­er die Samm­lung in einem FeGN Gottes­di­enst an Erntedank, eine Über­weisung auf das Kon­to dein­er FeGN Orts­ge­meinde oder auf fol­gen­des Zen­tralkon­to:

Empfänger: Freie evan­ge­lis­che Gemeinde in Nord­deutsch­land
IBAN: DE 91 4526 0475 0009 1758 00
BIC: GENODEM1BFG
Stich­wort: Gemein­de­grün­dung
Außer­dem: deine Adresse, sofern du eine Spenden­quit­tung wünschst

Wie schön es ist, wenn Men­schen Jesus ken­nen­ler­nen, ist im Video unter dem Artikel zu sehen. Her­zlichen Dank für jeden Euro, aber auch für jedes Gebet für diese und weit­ere Orte, an denen wir Gemein­den grün­den und im Auf­bau begleiten.

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TERMINE AB OKTOBER 2021

13.10.2021 ELIM Hos­piz­di­enst: Allein­sein — Ein­samkeit am Lebensende. Vor­trag im Rah­men der HH Hospizwoche
14.10.2021 ELIM Hos­piz­di­enst: Let­zte Hil­fe. Vor­trag im Rah­men der HH Hospizwoche
18.10.2021 Infor­ma­tion­s­abend: Ehre­namtlich­es Engage­ment in der Hos­pizarbeit mehr Info
25.10. — 29.10.2021 Pas­torenta­gung Langeoog
10.11.2021 MIKO per Zoom
19.11.2021 Stiftungsrat
04.12.2021 Ältesten­rat
15.12.2021 MIKO in Präsenz
WEITERE TERMINE
Auf der FeGN Web­seite ver­suchen wir, die Ter­mine aktuell zu hal­ten. Coro­n­abe­d­ingt haben auch wir zur Zeit kurzfristige Änderun­gen: aktuelle Ter­mine

Hinweise:

  • Kurzfristige Änderun­gen behal­ten sich die Ver­anstal­ter vor!
  • Weit­ere Ter­mine find­est du im FeGN-Kalen­der oder im monatlich erscheinen­den EINBLICK Gebet.
  • Rel­e­vante Ver­anstal­tun­gen kön­nen gerne der Redak­tion gemeldet wer­den und wer­den nach Prü­fung in einem zukün­fti­gen Newslet­ter veröffentlicht.

Feedback erwünscht!

Lob, Kri­tik und Anre­gun­gen zum Newslet­ter gerne an die EINBLICK-Redaktion: