EINBLICK News 1/2022: Neues aus der FeGN

Lebe die Hoffnung. Heute!

Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht ver­bor­gen bleiben. Mt 5,14

Es gibt eine große Sehn­sucht: nach Ori­en­tierung, nach Licht, nach Orten die inspiri­eren – ger­ade nach den vie­len Monat­en der Pan­demie. Wo gibt es Hoff­nung, Ideen und Werte für eine gute Zukun­ft und Men­schen, die das vorleben?

In der Berg­predigt gibt Jesus nicht nur die Regierungserk­lärung des Reich­es Gottes ab, er sagt den Men­schen auch, wo dies alles zu find­en ist: Bei den Jesus-Leuten, bei seinen Nach­fol­gern, die sich für die neue Welt Gottes ein­set­zen, ob poli­tisch die Sonne scheint oder gesellschaftlich Dunkel­heit herrscht, ob sie sich danach fühlen oder nicht.

Ich wün­sche mir, dass wir in unseren über 40 Gemein­den und über 20 diakonis­chen Ein­rich­tun­gen diese Hoff­nung in den kom­menden Monat­en leben. Ich wün­sche mir, dass wir diese Hoff­nung nicht zuerst in der Poli­tik suchen, auch wenn wir für unsere Poli­tik­er unbe­d­ingt um Weisheit beten soll­ten. Ich meine, wir soll­ten nicht erst auf neue Erken­nt­nisse der Wis­senschaft warten, auch wenn Gott uns den Ver­stand nicht umson­st gegeben hat und Wis­senschafts­feindlichkeit keine christliche Tugend ist.

Ich finde, dass jede und jed­er hier und heute in sein­er Fam­i­lie, Gemeinde und am Arbeit­splatz Gottes Licht der Hoff­nung scheinen lassen sollte, weil Jesus in seinen Leuten lebt, egal wo sie sind und wie die Umstände ger­ade ausse­hen mögen.

Aus diesem Grund haben wir einige Beispiele in unserem Newslet­ter von Men­schen, die an ihrem Platz mit Begeis­terung und großer Treue Gottes Licht weit­er­tra­gen. Danke für alle, die dies Tag für Tag in unser­er Stiftung mit großer Hingabe tun!

In her­zlich­er Verbundenheit,

Dein Rein­hard Spincke

TEXT: JULIA FEUCHTER; NICO VOGEL, REINHARD SPINCKE; FOTOS: JEW. PRIVAT

Julias Ehrenamt

Das Außergewöhn­liche passiert außer­halb dein­er Kom­fort­zone.“ Dieser Satz hat mich im let­zten Jahr stark begleit­et, vor allem in meinem Ehre­namt. Ich heiße Julia, 32, bin von Beruf Apothek­erin und Teil des HAVEN in Ham­burg. Viele Jahre war ich in der Kinderzeit aktiv, mein­er „Kom­fort­zone“. Seit let­ztem Som­mer habe ich mich auf eine neue Her­aus­forderung ein­ge­lassen, der Leitung des Wirkungskreis­es. Der WIRKUNGSKREIS – glauben und arbeit­en in Ham­burg – nimmt einen der Kern­werte unser­er Kirche in den Fokus: Arbeit. Mich begeis­tert, dass der Gott, der in der Bibel vorgestellt wird, ein Gott ist, der selb­st arbeit­et und der uns beauf­tragt diese Welt durch Arbeit mitzugestal­ten. The­men rund um Arbeit und Glauben von ver­schiede­nen Seit­en zu beleucht­en, tiefer zu graben und die Inhalte durch Ver­anstal­tungs­for­mate oder unsere Web­seite wirkungskreis.hamburg einen Rah­men zu ver­schaf­fen, das bringt mir Freude. Gle­ichzeit­ig bin ich in der neuen Rolle sehr her­aus­ge­fordert. Ver­ant­wor­tung für ein größeres Team, Pro­jek­tar­beit auf ganz vielfälti­gen Ebe­nen, dafür muss ich immer wieder meine Kom­fort­zone ver­lassen, mich auf unbekan­ntes Ter­rain begeben und nach und nach ler­nen, den neuen Raum zu gestalten.

Nicos Ehrenamt

Ich bin Nico Vogel, bin 20 Jahre alt und studiere in Ham­burg dual Infor­matik. In mein­er Gemeinde — die FeG Bux­te­hude —  küm­mere ich mich um die IT-Admin­is­tra­tion, die Livestreamtech­nik und bringe mich auch in die Kinder- und Jugen­dar­beit ein. Das mache ich alles mit Freude, Spaß und dem Gedanken, anderen etwas Gutes zu tun — und damit auch für Gott. Denn es gibt nichts Besseres als seine Inter­essen und Fähigkeit­en für die Gemeinde und Gott einzuset­zen, in meinen Augen ein­fach genial! Deshalb mache ich mir auch nicht viel Gedanken darum, was den zeitlichen Umfang ange­ht, der meist einige Stun­den in der Woche umfasst. Meine größte Her­aus­forderung ist es dabei, mich nicht zeitlich bei Auf­gaben in der Gemeinde zu ver­lieren und somit die eige­nen zu ver­nach­läs­si­gen. Wenn ich in meinem Ele­ment bin, vergesse ich gern mal die Zeit.

Ange­fan­gen habe ich mit den meis­ten Tätigkeit­en vor eini­gen Jahren, denn da habe ich fest­gestellt, dass meine Fähigkeit­en und Begabun­gen in bes­timmten Bere­ichen gebraucht wer­den. Dabei habe ich gemerkt, dass es hil­ft von anderen angestoßen zu wer­den, um dies zu erken­nen. Richtig gut ist, dass ich von vie­len Men­schen aus der Gemeinde unter­stützt werde. Auch als mein Vater und ich die Livestreamtech­nik während Coro­na aufge­baut haben, wurde uns von allen Seit­en Hil­fe ange­boten. Meist schwierig ist jedoch, Leute zu find­en, die eine Auf­gabe länger oder regelmäßig machen wollen, wie z.B. die Tech­nik oder den Kam­era­di­enst zu übernehmen. Und wenn sich Leute find­en, sind es meist die, die schon viel machen.

Deshalb ist es auch mein Wun­sch und mein Ziel in Zukun­ft andere zu motivieren, aktiv zu wer­den und mit anzu­pack­en. Ich hoffe in Zukun­ft mit großar­ti­gen und tollen Teams zusam­men zu arbeit­en und der Gemeinde und Gott weit­er­hin zu dienen!

Schwester Charlottes Ehrenamt

Rein­hard Spincke Schwest­er Char­lotte, mit 84 Jahren sind Sie als Diakonisse offiziell im Ruh­e­s­tand, aber immer noch gerne ehre­namtlich aktiv. Warum?

Schwest­er Char­lotte Weil wir ja alle dazu berufen sind, Zeuge Jesu Christi zu sein, also Nach­fol­ger Jesu Christi zu sein, und die Botschaft weit­erzugeben. In mein­er Zeit als Gemein­de­schwest­er in Sasel habe ich die Gefäng­nis­ar­beit ken­nen­gel­ernt. Darin bin ich heute noch ehre­namtlich tätig.

RS Was machen Sie genau in dieser Arbeit?

Schw Ch In der „Mis­sion­ar­ischen Gefährde­ten­hil­fe Wen­depunkt e.V.“ verkündi­gen wir den Gefan­genen die fro­he Botschaft von Jesus Chris­tus, dass er für alle gestor­ben ist, für alle da ist. Und wir küm­mern uns auch um die Gefan­genen, wenn sie ent­lassen sind. Wenn sie nie­man­den haben, der sich um sie küm­mert, dann sind sie wirk­lich dankbar, wenn sie eine Ansprech­per­son haben. Wir gehen mit zu den Ämtern, z.B. um eine Woh­nung zu suchen.

RS Erzählen Sie uns doch mal ein Erleb­nis, das Sie beson­ders erfreut hat.

Schw Ch Ein schon länger Ent­lassen­er lebt in ein­er Woh­nung im drit­ten Stock, kein Aufzug und er hat Parkin­son. Das Laufen ist schon sehr beschw­er­lich und er schlief immer nur auf ein­er Matratze direkt auf dem Fuß­bo­den – ein 2 Meter Mann. Das Auf­ste­hen von der Erde war sehr schw­er, und ich habe gesagt, du musst wirk­lich ein Bettgestell haben! Aber woher das Geld nehmen? Unser Vere­in bekommt immer mal Geld von den Bußgelder-Fonds hier in Ham­burg. Wir hat­ten ger­ade wieder Geld bekom­men und da habe ich ihm vorgeschla­gen, wir gehen jet­zt mal in ein Geschäft. Wir kauften eine feste Matratze und ein maßgeschnei­dertes Bettgestell. Am Niko­laustag war es dann soweit, das Bettgestell wurde geliefert. Das waren über 2000 Euro und das kon­nten wir alles von den Bußgeldern bezahlen. Es war für ihn so eine große Freude. Für mich natür­lich auch.

RS Also alle, die im let­zten Jahr Bußgelder zahlen mussten, kön­nen sich jet­zt mit­freuen, vielle­icht habt ihr Anteil an diesem Bett… Sehr schön!.

Schw Ch Vor vie­len Jahren habe ich mich um einen Chi­ne­sen geküm­mert. Er kam ins Gefäng­nis und seine Fre­undin wurde schwanger. Sie über­legten das Kind abtreiben zu lassen und fragten mich um Rat. Ich sagte, wir müssen zu ein­er Stelle gehen, wo Schwan­geren geholfen wird und auch die Kranken­hauskosten bezahlt wer­den. Das hat auch alles geklappt. Der Junge ist jet­zt 11 Jahre und auf dem besten Gym­na­si­um in Ham­burg. So gibt es immer wieder große Freude.

RS Das sind beein­druck­ende Beispiele. Wie lange wollen Sie in der Gefäng­nis­ar­beit noch aktiv sein?

Schw Ch Ja, ich habe mit Gott abgemacht, solange ich laufen kann. Okay?

RS Schwest­er Char­lotte, her­zlichen Dank für den Ein­blick in Ihre ehre­namtliche Tätigkeit. Gibt es noch ein Gebet­san­liegen, das Sie uns vielle­icht von Ihrer Arbeit mit auf den Weg geben möchten?

Schw Ch Wir sind dankbar, dass wir trotz Coro­na jet­zt wieder in die Anstal­ten rein und das Evan­geli­um weit­er­sagen dür­fen. Darüber freuen wir uns sehr!

TEXT: GEMEINDEBÜRO

Die Offenbarung. Das Beste kommt noch!

Unsere Aktion: „Die Offen­barung. Das Beste kommt noch!“ läuft seit der ersten Jan­u­ar­woche. Wir posten in den näch­sten Wochen kün­st­lerische und kreative Beiträge von Men­schen aus unseren Gemein­den, die sich einen Vers aus der Offen­barung vorgenom­men haben. Mit Start der Aktion haben wir auch unseren Insta­gram-Kanal in Betrieb genom­men: App laden und nach feg_n suchen. Rein­schauen lohnt sich, es wird eine inter­es­sante und unter­schiedliche Mis­chung an Bildern, die wir auf Insta­gram und Face­book posten.

Du hast auch Lust, einen Vers kreativ zu inter­pretieren? Gerne! Schreibe eine Mail an gemeindebuero@fegn.de, wir senden Dir die Infos und einen Vers zu.

Wer sich mit seinem Hauskreis oder sein­er Gemeinde mit der Offen­barung beschäfti­gen möchte, find­et ein Ein­führungsvideo von Rein­hard Spincke hier, und kann auch auf die ver­schiede­nen Beiträge als Inspi­ra­tion auf Insta­gram zurück greifen.

Die Offen­barung wird uns im ersten Hal­b­jahr begleit­en. Die online Learn­ing Com­mu­ni­ty find­et am 3. März um 18 Uhr per Zoom statt. Cather­ine Back­es aus der FeG Cux­haven und Rein­hard Spincke laden ein:

Nach ein­er kurzen Ein­führung in die Offen­barung, wer­fen wir einen Blick in das Buch. Fol­gende Fra­gen wer­den uns dabei leiten:

  1. Was sagt die Offen­barung über Jesus?
  2. Welche Bedeu­tung hat­te die Botschaft für die Chris­ten damals?
  3. Was kön­nen wir für unser Glaubensleben heute daraus ziehen?

Wir freuen uns auf einen regen Aus­tausch. Für unser Tre­f­fen pla­nen wir 45–60 Minuten ein.

Zugangs­dat­en:

Zoom-Meet­ing beitreten
https://zoom.us/j/93335267544?pwd=eUJVaWZISnpad3M3UEFDdUJZc3M4Zz09

Meet­ing-ID: 933 3526 7544
Ken­ncode: 979377

 

TEXT: PRECIOUS ALE; FOTO: GOLDOST

Mit Abstand näher

Beson­ders im let­zten Jahr haben wir uns bei Gol­dOst gefragt, wie wir den Men­schen als Kirche näher sein kön­nen. Dabei sind im Rah­men der Zukun­ftswerk­statt „Gol­dOst Futur“ nach der Som­mer­pause zwei neue For­mate ent­standen, für die Men­schen, die bei Gol­dOst ein­fach mal rein­schauen möchten:

Abend­Funkeln“ — ein Abend, der Leute leucht­en lässt. Das ist ein Abend, an dem Gäste ein­ge­laden wer­den, die uns mit ihrer Musik, Kun­st, ihrem Experten­wis­sen oder Glauben anfunkeln. Dazu gibt es ein The­ma aus dem Kirchen­jahr und eine gemein­same Liturgie, wo man eigene Erfahrun­gen machen kann. Allein oder im Gespräch mit anderen.

Als „Open-Air“, ent­stand das Som­mer­fest mit einem kleinen Gottes­di­enst „Ham­mer Abend­Gold“ und der Heili­ga­bend Gottes­di­enst „Wei­h­nacht­en im Park”. Hierzu kamen viele neugierige Men­schen aus unserem Fre­un­deskreis, Nach­barn und Pas­san­ten. Es ist ein sehr niedrigschwelliges Ange­bot, bei dem Men­schen dazukom­men, um die warme Atmo­sphäre aus inspiri­eren­den Orten mit schön­er Deko, gutem Essen mit Gesprächen und ein­er ver­ständlichen Verkündi­gung des Evan­geli­ums zu genießen. Auch bei unseren regelmäßi­gen Tre­f­fen „Abend­Gold“ im Stadtverän­der­er-Loft kamen neue Leute vor­bei, um mit uns Gottes­di­enst zu feiern.

Der evan­ge­lis­che Pfar­rer Klaus Dou­glass schreibt in seinem Newsletter:

Näher. Irgend­wie scheint mir das der Schlüs­sel zu allem anderen zu sein. In der Zeit, als wir gezwun­gen waren, Abstand zu hal­ten, wurde vie­len Men­schen zuallererst bewusst, wie wichtig ihnen Nähe ist. Das wäre die große Kun­st, die wir als Kirche zu ler­nen haben: den Men­schen Nähe anzu­bi­eten und Nähe zu ver­mit­teln, ohne ihnen zu nahe zu treten. Zum einen die Nähe Gottes, zum anderen aber auch ganz konkrete men­schliche Nähe.

Bei Gol­dOst sind wir eine kleine starke Gemein­schaft, die mit ihren größeren und kleinen Gottes­di­en­sten Men­schen zusam­men­bringt, wo sie Nähe erfahren kön­nen. Gott hat uns schöne Erleb­nisse in den let­zten sechs Monat­en geschenkt und uns eine Rich­tung in diesen trüben Zeit­en gezeigt, die wir weit­er­ver­fol­gen wollen.

TEXT: DAVID NEUFELD FOTO: NEUFELD VERLAG

100 Jahre leben.glauben.handeln.

Jubiläums-Mag­a­zin aus Cuxhaven 

ein­hun­dert“ lautet der Titel des Mag­a­zins, das die FeG Cux­haven jet­zt anlässlich Ihres Jubiläums her­aus­gegeben hat. 1921 gegrün­det, sind große Feier­lichkeit­en angesichts von 100 Jahren auf­grund der Coro­na-Lage im Jubiläums-Jahr bish­er zwar aus­ge­blieben. Doch ein ehre­namtlich­es Redak­tion­steam entwirft mit dem Mag­a­zin ein buntes Bild von der Geschichte der Gemeinde an der Nordseeküste.

Passend zum neuen Mot­to der Gemeinde „leben. glauben. han­deln.“ enthält das ansprechend gestal­tete Mag­a­zin nach eige­nen Angaben „Geschicht­en darüber, wie wir wur­den, was wir sind; Berichte davon, wie wir von Gott gefun­den und begleit­et wur­den, sowie Ein­blicke in Pro­jek­te, wie wir uns für unsere Stadt engagieren“. Im Edi­to­r­i­al macht Pas­tor Ulrich Flottmann Appetit: „Auf den fol­gen­den Seit­en kannst du lesen, welche Rolle eine Epi­demie bei der Entste­hung unser­er Gemeinde spielte. Was geschah, als Mar­gret „Gretchen“ Reich­wald neben Min­is­ter­präsi­dent Ger­hard Schröder auf der Bühne stand. Und wie der span­nende Weg hin zu unserem heuti­gen Grund­stück in der Mozart­straße aussah.“

Kurze State­ments anstelle von Gruß­worten lassen das lebendi­ge Net­zw­erk der Gemeinde in der Stadt erah­nen, Kurzbi­ografien sowie per­sön­liche Erin­nerun­gen von Gemein­demit­gliedern ergänzen die Beschrei­bung der Gemein­degeschichte. Und so erfährt man nicht nur Span­nen­des über die Entste­hung des Tagungszen­trums Dünen­hof oder den stadt­bekan­nten Aben­teuer­spielplatz Pli­etsch, son­dern auch, wie einzelne Men­schen ihr Zuhause in der Gemeinde fan­den. Dass man davon noch mehr erleben möchte und eben nicht nur zurückschaut, wird in diesem Mag­a­zin, das mit vie­len Fotos illus­tri­ert ist, deut­lich: Die FeG Cux­haven will sich auch kün­ftig von Gott gebrauchen lassen und ist ges­pan­nt auf die näch­sten 100 Jahre!

Anlässlich des Jubiläums sind auch eine Ausstel­lung vor dem Gemein­de­haus sowie eine diakonis­che Kam­pagne („Aktion Herzenswün­sche“) geplant, die Fam­i­lien aus der Stadt zugute kom­men soll. Und im näch­sten Som­mer gibt es dann auch noch ein großes Fest mit weit offe­nen Türen …

Auf der Web­site der Gemeinde www.feg-cuxhaven.de kann man direkt in ein­er Leseprobe blät­tern und das Mag­a­zin per E‑Mail bestellen (je 10,- EUR plus Versand).

TEXT: CHRISTOPH NIEMEYER; FOTOS: CHRISTOPH NIEMEYER

Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf das wir klug werden.

Psalm 90,12

Ihr Lieben, die Ihr noch lebt,
Mose gibt uns in Psalm 90 einen guten Ratschlag. Dieses Bedenken bet­rifft viele Bere­iche des Lebens und Ster­bens und auch, wo ich die Ewigkeit ver­brin­gen möchte. Ich gehe gerne auf Fried­höfen spazieren. Ein­mal wegen der schö­nen Natur und der vie­len Vögel, die es da gibt. Ich sehe mir aber auch gerne Grab­steine an und über­lege, wer die Men­schen waren, was sie warum auf ihre Grab­steine geschrieben habe, und ich freue mich über Bibel­verse. Auf dem Grab­stein oben ste­ht bei einem Namen nur das Geburts­da­tum. Das wis­sen wir, aber unseren Todestag ken­nen wir nicht. Darum ist es gut, über die Zeit des Ster­bens nachzudenken.

Kür­zlich fragte mich jemand aus der Gemeinde, ob wir über seine Patien­ten­ver­fü­gung reden kön­nten. Er wollte sie zusam­men mit sein­er Frau aus­füllen und hat­te Fra­gen dazu. So haben wir bei Kaf­fee und Kuchen darüber gesprochen, wie wir uns vorstellen kön­nen, nach schw­er­er Krankheit weit­erzuleben oder zu ster­ben. Ich habe mich darüber gefreut, dass ich gefragt wurde und es hat auch mir geholfen. Ich habe fast täglich im Beruf damit zu tun, aber es ist gut, sich per­sön­lich damit auseinan­derzuset­zen, was ich mir für mich vorstellen kann. Wir kön­nen es uns nicht aus­suchen, wann und wie wir ster­ben, aber wir kön­nen darüber nach­denken, was dann gemacht wer­den soll und vor allem mit unseren Lieben darüber sprechen und jeman­den bevollmächti­gen, uns zu vertreten, wenn wir nicht mehr selb­st sagen kön­nen, was wir möchten.

Ab dem 01.01.2023 darf über Gesund­heitliche Belange, wenn man es nicht mehr selb­st kann, der jew­eilige Ehe­gat­te für die oder den anderen entschei­den. Das finde ich gut, regelt aber erst dann und nur den gesund­heitlichen Bere­ich, und vielle­icht ohne dass vorher darüber gesprochen wurde. Eine gute Hil­fe für das Nach­denken finde ich die Christliche Patien­ten­vor­sorge. Beim aktuellen Nach­forschen habe ich eine aktu­al­isierte Ver­sion von 2018 ent­deckt. Ihr kön­nt sie im Inter­net find­en und bestellen oder herun­ter­laden. https://www.ekd.de/Christliche-Patientenvorsorge-15454.htm

Ich hat­te bish­er nur eine Vor­sorgevoll­macht, werde jet­zt auch eine Patien­ten­ver­fü­gung aus­füllen. Wir dür­fen uns an unserem Leben freuen, aber auch get­rost über unser Ster­ben und den Tod nach­denken. Dies ist am leicht­esten, wenn es uns noch nicht konkret betrifft.

Christoph Niemey­er

TERMINE AB Feb­ru­ar 2022

03.02.2022 Learn­ing Cim­mu­ni­ty Offenbarung
14.02. — 17.02.2022 MIKO — Klausur Dünenhof
03.03.2022 Learn­ing Cim­mu­ni­ty Offenbarung
13.03. Ein­führungs­gottes­di­enst in Lübeck für Michael Murzin — Ref­er­ent für Leiterentwicklung
24.03.2022 Ältesten­rat per Zoom
26.03. — 27.03.2022 Mutig Miteinan­der — FEG Miteinan­der-Tag
27.04.2022 MIKO
06. + 07.05.2022 Ham­burg­er Bibelkol­leg — Der Prophet Jesa­ja mit Rein­hard Spincke
11.—13.06.2022 Das Beste kommt noch - Begeg­nungsta­gung mit Rein­hard Spincke, Dünenhof
WEITERE TERMINE
Auf der FeGN Web­seite ver­suchen wir, die Ter­mine aktuell zu hal­ten. Coro­n­abe­d­ingt haben auch wir zur Zeit kurzfristige Änderun­gen: aktuelle Ter­mine

Hinweise:

  • Kurzfristige Änderun­gen behal­ten sich die Ver­anstal­ter vor!
  • Weit­ere Ter­mine find­est du im FeGN-Kalen­der oder im monatlich erscheinen­den EINBLICK Gebet.
  • Rel­e­vante Ver­anstal­tun­gen kön­nen gerne der Redak­tion gemeldet wer­den und wer­den nach Prü­fung in einem zukün­fti­gen Newslet­ter veröffentlicht.

Feedback erwünscht!

Lob, Kri­tik und Anre­gun­gen zum Newslet­ter gerne an die EINBLICK-Redaktion: