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EINBLICK News 1/2019: Neues aus der FeGN

Liebe/r Leser/in,

in seinem Buch „Die große Gereiztheit“ beschreibt der Medi­en­wis­senschaftler Bern­hard Pörk­sen wie sich die Kom­mu­nika­tion in unser­er Gesellschaft ins­beson­dere durch die sozialen Medi­en verän­dert hat: Zum einen bekä­men wir mehr Infor­ma­tio­nen als jemals zuvor, zum anderen wüssten wir immer weniger, welchen Quellen wir über­haupt noch ver­trauen kön­nen. Ins­ge­samt habe sich dadurch der Ton in der Kom­mu­nika­tion ver­schärft und die Unken­nt­nis über tat­säch­liche Fak­ten zugenom­men, so Pörk­sens Schlussfol­gerung. Der Spiegel-Skan­dal um die gefälscht­en Artikel von Claas Relotius hat das Mis­strauen in die Medi­en noch ver­stärkt.

Mit dem neuen EINBLICK Newslet­ter wollen wir diesem Trend ent­ge­gen­wirken. Wir ori­en­tieren uns dabei an ein­er Aus­sage des Apos­tels Paulus: „Eure Rede sei allezeit fre­undlich und mit Salz gewürzt, dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.“ (Koloss­er 4,6) Für unseren Newslet­ter bedeutet dies konkret: 1) Wir haben die gute Nachricht von Jesus Chris­tus, die wir gern und fre­undlich weit­er geben. Wir wollen bericht­en, wo ER in unser­er Stiftung wirkt. 2) Was wir weit­ergeben, haben wir geprüft. Wir wis­sen also wovon wir reden. 3) Wir wollen pos­i­tiv und inter­es­sant bericht­en, damit viele Men­schen mit Gewinn den Newslet­ter lesen.

Ich freue mich auf deine Rück­mel­dung zu unserem ersten Newslet­ter und wenn er dir gefällt, kannst du gern andere darauf aufmerk­sam machen!

Gott mit dir

Dein

Rein­hard Spincke

TEXT UND FOTOS VON MICHAEL HANELT

Mein erster Arbeitstag

Nach 26 Jahren bei der Ham­burg­er Sparkasse habe ich nun am 2. Jan­u­ar 2019 offiziell bei der Stiftung FeGN meinen Dienst als Finanzvor­stand ange­treten. Als ich meinem ehe­ma­li­gen Chef eröffnete, dass ich die Has­pa ver­lassen werde, meinte er: “Das hört sich für mich nach Beru­fung und Bes­tim­mung an.” Und damit hat er den Nagel auf dem Kopf getrof­fen! Ich freue mich wirk­lich auf diese neue Her­aus­forderung und bitte dich darum, unsere Arbeit im Vor­stand im Gebet zu begleit­en.

Die fol­gen­den Fotos geben dir einen kleinen Ein­blick in meinen ersten Arbeit­stag:

TEXT UND FOTOS VON BRITTA MANZKE

Umzug mit Hindernissen

Das Mut­ter-/Vater-Kind-Haus der Freien evan­ge­lis­chen Gemeinde Schwarzen­bek beherbergt Müt­ter oder Väter, die allein für ein Kind unter sechs Jahren sor­gen. Durch Erziehung und Bil­dung nach dem christlichen Men­schen­bild wird den Bewohner­In­nen eine Hil­festel­lung ermöglicht, die sie für ein späteres eigen­ver­ant­wortlich­es und gemein­schafts­fähiges Leben benöti­gen. Ein­rich­tungslei­t­erin Brit­ta Manzke erzählt, welche Hür­den zu nehmen waren, bevor der Neubau kurz vor Wei­h­nacht­en bezo­gen wer­den kon­nte.

Auf ein­mal ganz anders

Ein Neubau war drin­gend nötig, denn schon lange vor der Fer­tig­stel­lung waren alle Plätze belegt. Auch für das alte Haus, das jet­zt ren­oviert wer­den soll, gibt es schon eine Warteliste. Es bietet dann Platz für vier alle­in­ste­hende Eltern und ihre Kinder.

Eigentlich war der Umzug für den Sep­tem­ber angedacht. Unsere Bewohner­in­nen kon­nten aus ihren Fen­stern schon das Wach­sen des neuen Haus­es beobacht­en. Doch als dann an manchem Tag kein Bauar­beit­er erschien, wuchs die Unruhe und die Sorge. Irgend­wie hat­ten schon alle mit ihren alten Woh­nun­gen abgeschlossen. Aber dann verzögerte sich alles.

Nach wirk­lich langer Zeit des Wartens und großer nervlich­er Anspan­nung (bei den Frauen, aber auch beim Per­son­al), kon­nten wir endlich, endlich eine Woche vor Wei­h­nacht­en unser neues Haus beziehen. Die Freude war groß, als am 14. Dezem­ber die Betrieb­ser­laub­nis kam. Der Startschuss für das Leben im neuen Gebäude war gefall­en.

Advent, Wei­h­nacht­en, neue Frauen, neue Kol­legin­nen, neue Räume, neue Regeln, ein neues Miteinan­der – all das war für unsere sowieso schon stark belasteten Frauen dann ein­fach zu viel. Selb­st im Team gab es Schwierigkeit­en, sich an das Neue zu gewöh­nen. Aber wir arbeit­eten uns von Kon­flikt zu Kon­flikt. Durch Frus­tat­tack­en und andere miese Stim­mungen hin­durch. Jet­zt kehrt so langsam wieder Ruhe und Entspan­nung in unser Haus ein.

Geballte Kom­pe­tenz

Zum größten Teil find­en unsere Frauen (und bald auch Män­ner) bei uns ein neues Zuhause. Obwohl ihre schö­nen neuen Apart­ments dann oft nur zum Schlafen genutzt wer­den. Die restliche Zeit sitzen die Bewohner­In­nen näm­lich unten bei den Betreuen­den und suchen regel­recht ihre Nähe. Natür­lich wird dann viel gelacht, gek­lönt und der ein oder andere Tipp zum Besten gegeben. Aber auch ern­ste Einzelge­spräche find­en statt, begleit­et von Trä­nen, Wut oder Verzwei­flung. Oft führen diese Gespräche zu Ein­sicht, guten Vorsätzen und Entschei­dun­gen zum Wohle von Mut­ter oder Vater und Kind.

Unsere Ein­rich­tung ver­fügt über ein mul­ti­pro­fes­sionelles Team, deshalb ist ein bre­it gefächertes Betreu­ung­spro­gramm möglich, um auf unter­schiedlich­ste Sit­u­a­tio­nen schnell und flex­i­bel zu reagieren. So wer­den die Bewohner­In­nen und ihre Kinder ihren indi­vidu­ellen Bedürfnis­sen entsprechend betreut und begleit­et.

Oft sind die Müt­ter oder Väter seel­isch, psy­chisch oder geistig belastet. In Koop­er­a­tion mit Psy­cholo­gen, Ärzten und Ther­a­peuten suchen und find­en wir dann gemein­sam ganz indi­vidu­elle Wege, damit das Eltern-Kind-Duo, ohne das Kindeswohl zu gefährden, zusam­men­bleiben kann.

In ein­er Gesellschaft, die immer unverbindlich­er und anonymer wird, saugen die Bewohner­In­nen die Zuwen­dung hier richtig auf, die sie auch von einzel­nen Gemein­demit­gliedern bekom­men. Mit unseren Gottes­di­en­sten bieten wir für die Bewohner­In­nen ein Ange­bot, dass sie ganz ohne Druck und Überre­dung gerne annehmen – selb­st die, die mit dem Chris­ten­tum son­st gar nichts zu tun hat­ten. Fast alle von den 22 Frauen, die bis jet­zt unsere Hil­fe in Anspruch nah­men, ließen in einem beson­deren Gottes­di­enst ihre Kinder seg­nen. Unser Pas­tor bietet Seel­sorgege­spräche und Beratung in prak­tis­chen Lebens­fra­gen an (Job­cen­ter, Woh­nungssuche, Finanzen, usw.). Gerne und dankbar wird dies in Anspruch genom­men, denn diese Art von Zuwen­dung scheinen viele der Bewohner­In­nen nicht gewohnt zu sein – für die meis­ten ist sie neu. Ein Zus­tand, den wir gerne ändern wollen.

TEXT VON ELISABETH RICHTER, FOTOS VON ANNETTE SCHRADER/DIAKONIE

Hürden gibt es nicht

Seit sechs Jahren sin­gen und musizieren im ELIM Senioren­cen­trum Eppen­dorf Senior­In­nen und Kita-Kinder jeden Fre­itag gemein­sam. Dabei blühen nicht nur die Alten auf.

Klick­en zum Lesen… (PDF-Datei, 3,3 MByte / Erschienen in Chorzeit – das Vokalmagazin, Novem­ber 2018 Nr. 54, chorzeit.de)

VON DETLEF GÜNTHER

Wusel, wusel, wusel…

Jedes Jahr an Him­melfahrt ver­anstal­tet die Freie evan­ge­lis­che Gemeinde in Nord­deutsch­land das JUCA, ein Freizeit­camp für Kinder im Jungschar­al­ter (JUngschar­CAmp). Detlef Gün­ther ist seit vie­len Jahren als Leit­er dabei. Auch dieses Jahr freut er sich wieder auf das Camp und steckt mit­ten in den Vor­bere­itun­gen.

Es ist wieder span­nend, die Vor­bere­itun­gen für unser JUCA 2019 zu erleben: Schon über 250 Kinder, 80 Coolies (Teens) und 120 Mitar­beit­er haben sich im Jan­u­ar angemeldet. Was für eine Freude und Über­raschung! Dieses stellt uns als Kern- und Leitung­steam vor große Her­aus­forderun­gen. Viele E‑Mails und Tele­fonate gehen im Büro ein. Ein Dank an Alle für Geduld und für viele Ermu­ti­gun­gen.

Das JUCA Pro­mo­tion Team startet in diesem Monat seine Tour durch ver­schiedene Gemein­den mit einem wilden Fam­i­lien­gottes­di­enst: Wedel, Norder­st­edt, Cux­haven, Nien­dorf, Bre­mervörde.

Viele tech­nis­che und inhaltliche Vor­bere­itun­gen wur­den und wer­den immer wieder durch­dacht, aus­pro­biert, opti­miert, um das JUCA nicht nur für die Kinder, son­dern auch für die Coolies und Mitar­beit­er zu einem motivieren­den Erleb­nis wer­den zu lassen.

Immer wieder werde ich gefragt, wo wir noch Hil­fe und Unter­stützung brauchen, da möchte ich gerne ein paar Punk­te aufzählen: Gebet ist uns sehr wichtig, beson­ders für die Vor­bere­itung­steams. Es sind über 20 Team­leit­er im Leitung­steam und über 25 Kle­in­grup­pen­leit­er, diese übernehmen viel Ver­ant­wor­tung in ihren Arbeits­bere­ichen und Kle­in­grup­pen.  Es wer­den an die Gemeinde Gebet­skarten ver­schickt, auf denen noch mehr Anliegen gesam­melt wur­den.

Auf- und Abbauhelfer sowie Tag- und Nachtwachen wer­den gesucht. Auf der Home­page www.juca.camp sind weit­ere Infor­ma­tio­nen zu diesem The­ma und es gibt dort die Möglichkeit sich anzumelden. Auch finanzielle Unter­stützung brauchen wir immer. Unsere Lagerküche benötigt neue Kocher, Töpfe und möglichst ein neues Küchen­zelt. Wir wür­den auch gerne JUCA Caps (Mützen) für die Kinder anbi­eten, dieses muss aber vor­fi­nanziert wer­den. Kinder bzw. deren Eltern haben oft Schwierigkeit­en, den vollen Teil­nehmer­beitrag aufzubrin­gen, auch hier wird immer wieder finanzielle Unter­stützung gebraucht.

Nun gehen die Vor­bere­itun­gen weit­er, der Mitar­beit­ertag, die Schu­lun­gen und die vie­len großen und kleinen Mitar­beit­erbe­sprechun­gen müssen geplant wer­den. Teil­nehmer­hefte und Lieder­hefte vor­bere­it­en und druck­en, das The­ater­stück und den JUCA-Song schreiben, Band­proben pla­nen, Kulis­sen bauen, etc.. 

Wir danken euch für alle Unter­stützung und Begleitung!

TEXT VON PASTOR WOLFGANG KLIMM, FOTOS VON DOROTHEA PIEPER/DP-ARCHITEKTUR

Ein Raum für Begegnungen und Impulse

In Zeit­en von Miet­preis­bremse und in die Luft schießen­den Mieten ger­adezu eine Platzver­schwen­dung: Ein Raum der für nichts anderes da ist als Begeg­nung. Das ELIM Senioren­cen­trum Nien­dorf eröffnete jet­zt trotz­dem seinen eige­nen. Warum ger­ade heute so ein Raum der Begeg­nung von beson­der­er Wichtigkeit ist…

Endlich war es soweit: Der Raum der Begeg­nung kon­nte im ELIM Senioren­cen­trum Nien­dorf eingewei­ht und sein­er Bes­tim­mung übergeben wer­den. „Ein Raum im Schnittpunkt zwis­chen Alt­bau und Neubau, der bei­de Häuser verbindet. Ein Raum zen­tral und gut zu erre­ichen. Für Mitar­beit­er, Bewohn­er, Ange­hörige und Besuch­er. Ein Raum für ein Miteinan­der zu zweit,  für Begeg­nung zwis­chen Men­schen, für Begeg­nung mit sich selb­st. Ein Raum für Begeg­nung mit Gott.“ So stellte die ver­ant­wortliche Architek­tin Dorothea Pieper in ihrer Fes­trede das Konzept für den Raum der Begeg­nung vor, das sie in Zusam­me­nar­beit mit Petra Otto-Görz, Schwest­er Ursu­la Pagel und Pas­tor Wolf­gang Klimm ent­wor­fen hat. Frau Pieper wies außer­dem darauf hin, dass die Skulp­tur des barmherzi­gen Samarit­ers aus dem Feier­abend­haus der ELIM Schwest­ern endlich wieder ein Zuhause gefun­den habe. „Sie sym­bol­isiert in ganz beson­der­er Weise die Grund­hal­tung dieses Haus­es und der Mitar­bei­t­en­den. Ihre Zuwen­dungskraft zu Men­schen, die alt, bedürftig und vielle­icht manch­mal auch ver­lassen sind“, so die Architek­tin.

Pas­tor Fritz Rohde und Pas­tor Klimm eröffneten den Fes­takt musikalisch mit Trompete und Orgel. Ein­rich­tungsleit­er Ulrich Reis­er begrüßte die Anwe­senden und for­mulierte seine Freude über die gelun­gene Gestal­tung des Raumes. Dazu gehört u.a. die kün­st­lerische Gestal­tung der Fen­ster durch Glaser Design – mit den Selig­preisun­gen und dem Vaterunser.

Pas­tor Klimm ergänzte in der Andacht, dass die einzel­nen Ele­mente im Raum dem Besuch­er dabei helfen wahrzunehmen: Mein Leben ste­ht unter einem guten Stern! Z.B. anhand der Fen­ster­bilder: du bist geseg­net und geliebt! Des Kreuzes: das große Plus über unserem Leben und unseren Begeg­nun­gen. Des Kerzen­licht­es: „Es wird nicht dunkel bleiben über denen, die in Angst sind“! Des Brun­nens: Gott, Du bist die Quelle des Lebens! Der Klage­mauer: hier kann die Sorge abge­laden wer­den. Oder des Refugiums: ein Bergung­sort, ein Schutzraum…

Beim anschließen­den Sek­temp­fang und einem kleinen Imbiss traf man sich noch zu angeregten Gesprächen und war sich einig in dem Wun­sch, dass dieser Raum für viele Besuch­er hil­fre­iche Begeg­nun­gen und Impulse ermöglicht.

VON ANNEKATRIN WARNKE

Dabei seit ’61

Frithjof Müller ist mit sein­er Frau Eleonore lange als Ehre­namtlich­er in der Stiftung Freie evan­ge­lis­che Gemeinde in Nord­deutsch­land dabei. Ein Porträt eines span­nen­den Lebens und sein­er Auswirkun­gen.

Für Ehep­aar Müller war es ganz nor­mal, der Gemeinde ehre­namtlich zu dienen. Von 1952 bis 1956 plante und baute Frithjof eigen­händig das Haus in Großhans­dorf, in dem die Müllers heute noch leben. Von Anfang an war ein Bibel­stun­den­raum für die Wald­dör­fer Gemein­den mit einge­plant. Bis Ende 2016 fand dort jede Woche eine Bibel­stunde statt.

Ken­nen­gel­ernt haben sich die bei­den 1951 auf dem Abendgym­na­si­um in Ham­burg am Hol­stenglacis. Sie wur­den Sitz­nach­barn in ein­er Klasse. Wie es dazu kam und wie sich ihre Beziehung entwick­elte, ist über­haupt nicht selb­stver­ständlich. „Das haben wir dem Krieg zu ver­danken“, sagt Eleonore nach­den­klich. Sie wurde im Ruhrge­bi­et geboren und Frithjof in Berlin. Nach Kriegsende ver­schlug es Eleonore auf Umwe­gen in die „Wald­dör­fer“.

Über die Diakonisse Mar­ga Wit­tk­er vom „Hol­sten­wall“ kam sie in den Wald­dör­fer Jugend­kreis der Freien evan­ge­lis­chen Gemeinde. Dort fand sie zum Glauben und wurde 1947 in die Gemeinde aufgenom­men.

Frithjof war athe­is­tisch erzo­gen wor­den. Ihn zog es 1947 wegen sein­er dort wohnen­den Groß­tante nach Ham­burg. Die lebte in Wands­bek-Garten­stadt. Vier Jahre später lud ihn seine Mitschü­lerin Eleonore zum Jugend­kreis ein. Er erzählt: „Dort und in ihrem Eltern­haus erlebte ich Gebet – eine für mich abso­lut neue Erfahrung. Außer­dem schenk­te sie mir ein Büch­lein: Neues Tes­ta­ment und Psalmen. Die Begeg­nun­gen mit Chris­ten und die Lek­türe weck­ten in mir das Bedürf­nis, mehr von Jesus zu erfahren. Bald erkan­nte ich in Jesus Chris­tus meinen per­sön­lichen Her­rn, meinen Hei­land und Erlös­er, dem ich dann auch mein Leben anver­traute.“ 1953 wurde auch er am „Hol­sten­wall“ in die Gemeinde aufgenom­men.

Schon 1961 wurde Frithjof dann von seinem Pas­tor Georg Schmidt und von Friedrich Heit­müller in den „Haupt­brüder­rat“ – heute „Ältesten­rat“ – der Gesamt­ge­meinde berufen. Im Herb­st 1965 wählte der Ältesten­rat dann nach der neuen Gemein­de­ord­nung als Arbeits­gremi­um aus sein­er Mitte die erste „Gemein­deleitung“. Frithjof diente dort über 30 Jahre bis zu sein­er Ver­ab­schiedung im April 1996. Sei­ther nimmt er bis zum heuti­gen Tag als „Senior“ an den Sitzun­gen des Ältesten­rates teil.

In seinen vie­len Dien­st­jahren prägte er wichtige Entschei­dun­gen mit. Es war sein Vorschlag, in der Gemein­de­ord­nung festzuschreiben, dass Älteste der Orts­ge­mein­den ab dem 70. Leben­s­jahr nicht mehr zur Wieder­wahl aufgestellt wer­den kön­nen. Und in den frühen Siebzigern arbeit­et er darauf hin, dass die Finanzen von Gemeinde und Diakonie getren­nt wer­den. Bis dahin war es so, dass die Über­schüsse, die durch die Arbeit der Diakonis­sen erwirtschaftet wur­den, in die Gemein­dear­beit flossen. Frithjof plädierte dafür, dass die Gemein­den sich durch Spenden der Mit­glieder selb­st finanzieren und ordentliche Haushalt­spläne auf­stellen. So entwick­elte es sich, dass die Orts­ge­mein­den heute auf eige­nen Füßen ste­hen und Frithjof für viele Jahre zusät­zlich im Finan­zauss­chuss der FeGN mitar­beit­ete.

Wenn es nach Frithjof geht, hat sich manch­es also pos­i­tiv verän­dert seit 1961. „Ich finde es auch super, dass Gemein­de­grün­dung in den let­zten Jahren immer wichtiger gewor­den ist und auch GETAN wird“, sagt Frithjof. „Beden­klich finde ich, dass Evan­ge­li­sa­tionsver­anstal­tun­gen und Verbindlichkeit abgenom­men haben. Und ich denke, da gibt es einen Zusam­men­hang. Auch Gemein­den unter­liegen der Ver­weltlichung. So eine Evan­ge­li­sa­tion hat die Glaubens­ba­sis der Gemeinde gestärkt. Man begin­nt ja nicht ein­mal ein Leben mit Jesus und dann bleibt das automa­tisch so. Wir brauchen eine ständi­ge Ref­or­ma­tion der Herzen, damit der Glaube nicht stirbt. Gemein­samer Ein­satz für die Ret­tung ander­er Men­schen hil­ft dabei. Pas­toren und Gemein­deleitun­gen haben eine große Ver­ant­wor­tung, das Feuer für Jesus am Bren­nen zu hal­ten.“

Eleonore und Frithjof Müller wur­den 1952 von Friedrich Heit­müller getraut. Mehr als 66 Ehe­jahre haben die Bei­den also schon geschafft. Gnaden­hochzeit erlebt man am 70. Hochzeit­stag. Darauf steuern die bei­den zu. Eleonore wird in diesem Jahr 90 wer­den, Frithjof feierte 2018 den 90. Geburt­stag. Und Nie­mand, der mit den Bei­den ins Gespräch kommt, kön­nte auf die Idee kom­men, dass sie schon so alt sein kön­nten. Sie sehen noch nicht mal so alt aus!

TEXT VON PASTOR MICHAEL MURZIN, FOTO VON DEVIN AVERY/UNSPLASH

Jesus, die jungen Leute, die älteren Leute und das Miteinander

Die Freie evan­ge­lis­che Gemeinde Lübeck ist sich­er nicht das per­fek­te Zuhause für junge Leute. Aber wir mühen uns darum, dass sie unsere Gemeinde leicht als geistliche Heimat erleben und sich zum Wohle aller ein­brin­gen kön­nen. Entschei­dend für uns ist, eine ermuti­gende und freiset­zende Kul­tur zu leben, die ich in eini­gen The­sen greif­bar machen und weit­ergeben möchte.

Wir sind keine Jugend­kirche, aber wir erwarten von denen, die schon lange im Glauben unter­wegs sind, mehr Reife und auch eine höhere Frus­tra­tionstol­er­anz als von jun­gen Leuten. Wir wün­schen uns auch, dass Ältere die Jün­geren unter­stützen und fördern, statt von ihnen zu erwarten, dass sie sich ein­fü­gen. Dabei erleben wir ein erstaunlich­es Maß an Offen­heit junger Leute gegenüber Älteren und ihren geistlichen Erfahrun­gen. Sie wollen ler­nen, sich auch reiben, ein­brin­gen und auf diese Weise ihren Weg des Glaubens find­en. Dieses Miteinan­der erleben wir als höchst reizvoll und glaubens­fördernd, teils natür­lich auch anstren­gend. Aber oder vielle­icht ger­ade deshalb wollen wir darin mit Jesus in unser­er Mitte wach­sen!

Warum es wichtig ist, dass Jugendliche Gemeinde gestal­ten:

  • Jugendliche möcht­en geistlich und per­sön­lich wach­sen
  • Jugendliche brauchen ermuti­gende Vor­bilder
  • Jugendliche sind inno­v­a­tiv und set­zen neue Ideen um
  • Jugendliche brin­gen Energie und Enthu­si­as­mus mit
  • Jugendliche begeis­tern Ältere
  • Jugendliche haben einen großen Glauben
  • Jugendliche laden ihre Fre­unde ein
  • Jugendliche brauchen Schutz vor Ewiggestri­gen

Was Jugendliche bremst:

  • Eigene Unsicher­heit, die sich in Schüchtern­heit oder über­trieben­em Selb­st­be­wusst­sein zeigt
  • Ständi­ge Sig­nale, was alles nicht geht
  • Lieblose Kri­tik
  • Wenig Mit­sprachemöglichkeit
  • Eine Kul­tur des Immer-weit­er-so
  • Umständliche und bürokratis­che Entschei­dung­sprozesse

TERMINE IM FEBRUAR UND MÄRZ

FESTGOTTESDIENST 70 JAHRE FEG SCHWARZENBEK
mit Pas­tor Georg Preis
10. Feb­ru­ar, 16:00 Uhr
FeG Schwarzen­bek, Ham­burg­er Straße 9, 21493 Schwarzen­bek

SCHÜTZEN UND BEGLEITEN
Schu­lung für Kinder- und Jugend­mi­tar­beit­er mit FeG-Jugen­dref­er­ent Andreas Schlüter
16. Feb­ru­ar, 10:00 bis 16:00 Uhr
FeG Ham­burg-Neualler­möhe, Wil­helm-Oster­hold-Stieg 36, 21035 Ham­burg
weit­ere Infor­ma­tio­nen…

VERABSCHIEDUNG VON PASTOR SIEGFRIED PETRY UND DIENSTEINFÜHRUNG VON FEGN-FINANZVORSTAND MICHAEL HANELT
mit FeGN-Gemein­deleit­er Rein­hard Spincke
17. Feb­ru­ar, 10:00 Uhr
FeG Ham­burg-Sasel, Renet­ten­weg 11–13, 22393 Ham­burg

WILLOW CREEK IMPULSTOUR
The­ma: “Innere Stärke find­en” mit Wil­low-Ref­er­ent Jörg Ahlbrecht
20. Feb­ru­ar, 19:30 bis 21:00 Uhr
City­Church Ham­burg, Michaelispas­sage 1, 20459 Ham­burg
weit­ere Infor­ma­tio­nen…

FEGN MÄNNERTAG
The­ma: “Fol­gen — Hören, Sehen, Gehen” mit Pas­tor a.D. Bernd Mey­er
23. Feb­ru­ar, ab 9:00 Uhr
FeG Ham­burg-Neualler­möhe, Wil­helm-Oster­hold-Stieg 36, 21035 Ham­burg
weit­ere Infor­ma­tio­nen…

FEGN ÄLTESTENRAT
The­ma: “Per­spek­tiv­en für eine motivierende Mitar­beit­erkul­tur” mit FeG-Bun­dessekretär Bernd Kan­wis­ch­er
23. März, 9:30 bis 15:00 Uhr
FeG Ham­burg-Nien­dorf, Bon­den­wald 58, 22459 Ham­burg

WARUM IST ISRAEL SO WICHTIG FÜR UNS?
Vor­trag von Johannes Gerloff
27. März, 19:30 Uhr
FeG Eutin, Indus­triestr. 11, 23701 Eutin
weit­ere Infor­ma­tio­nen…

CHANCEN DER VERÄNDERUNG
Impul­stag der “Unterelbe-FeG’s“
30. März 10:00 bis ca. 15:00 Uhr,
FeG Bux­te­hude, Apensen­er Str. 87, 21614 Bux­te­hude
weit­ere Infor­ma­tio­nen…

Hinweise:

  • Kurzfristige Änderun­gen behal­ten sich die Ver­anstal­ter vor!
  • Weit­ere Ter­mine find­est du im FeGN-Kalen­der oder im monatlich erscheinen­den EINBLICK Gebet.
  • Rel­e­vante Ver­anstal­tun­gen kön­nen gerne der Redak­tion gemeldet wer­den und wer­den nach Prü­fung in einem zukün­fti­gen Newslet­ter veröf­fentlicht.

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