Begegnungen in unseren Seniorenkreisen
Ich hatte 2025 die Möglichkeit neun Seniorenkreise zu besuchen. Es waren sehr schöne Begegnungen. Ältere Menschen haben bekanntlich Zeit, Lebenserfahrung, Glaubensfragen und seelsorgerliche Bedürfnisse. Manche erleben Einsamkeit, Krankheit oder Übergänge (Ruhestand, Verlust von Partnern). Man merkte den Teilnehmern an, wie wohl sie sich in unseren Kreisen fühlen. Und das hat ganz viel damit zu tun, mit was für einer herzlichen Liebe die älteren Menschen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgenommen wurden! Wir können wirklich dankbar sein, für den treuen, liebevollen Dienst unserer Seniorenkreismitarbeiter. Ich danke Euch allen ganz herzlich!
Senioren-Netzwerk
Bei meinen Besuchen habe ich immer wieder erlebt, dass die Seniorenarbeit häufig von wenigen Engagierten getragen wird, die stark belastet sind. Daher lasst uns für die Seniorenarbeit immer wieder bewusst um neue Mitarbeitende beten.
Um den guten Dienst unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen möchte ich gerne ein Netzwerk aufbauen, was für die Arbeit sehr hilfreich sein kann – z.B.
Erfahrungsaustausch:
Ideen für Programme, Andachten, Ausflüge oder kreative Angebote können geteilt werden.
Entlastung:
Materialien, Vorlagen und bewährte Konzepte können gemeinsam genutzt werden.
Weiterbildung:
Gemeinsame Schulungen zu Themen wie Kommunikation im Alter, Pflege, Seelsorge oder Digitalisierung.
Am Montag, dem 2. Februar sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seniorenarbeit oder auch Interessierte um 19.30 Uhr zu einem Zoom-Meeting eingeladen, wo wir miteinander über unsere Arbeit ins Gespräch kommen wollen und uns über Ziel und Nutzen eines Netzwerkes unterhalten können. Für die großartigste Aufgabe, die wir an den älteren Menschen tun können, wollen wir uns gegenseitig unterstützen. (Weitere Infos erhaltet ihr direkt bei Paul Thomczik.)
Neben dem Aufbau eines Netzwerkes möchte ich in diesem Jahr wieder einen Ausflug anbieten, der noch in Planung ist. Und dann würde ich mich freuen, wenn ich auch in diesem Jahr wieder den einen oder anderen Seniorenkreis besuchen kann.
Unter einem weiten Horizont
In einer Gemeinde hatte sich eine Gruppe zusammengefunden, um regelmäßig die Bewohner der beiden Altenheime am Ort zu besuchen. Man wollte die älteren Menschen nicht allein lassen. Nun saßen fünf Mitglieder des Besuchskreises zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Eine jüngere Frau sagte: „Leichter haben es die alten Menschen, die im ‚Haus des Glaubens‘ leben.“ „Wie meinst du das“, fragten die anderen. Ihre Antwort: „Mir ist bei diesen Besuchen aufgegangen, wie reich ein Mensch ist, der nicht bloß auf sein eigenes Leben angewiesen ist, auf das, was er in der Vergangenheit geleistet oder versäumt hat. Wenn ein alter Mensch beten kann, wenn er mit den Liedern aus dem Gesangbuch vertraut ist, dann lebt er nicht bloß in den engen Grenzen seiner vier Wände, sondern unter einem weiten Horizont, im ‚Haus des Glaubens‘.“
Mögen unsere Seniorenkreise Orte sein in denen ältere Menschen gestärkt werden im „Haus des Glaubens“ zu leben, das heißt in der persönlichen Beziehung zu Gott und dass die, die noch keine persönliche Beziehung zu Gott haben, eingeladen werden in „das Haus des Glaubens.“ Was für eine großartige, wunderbare Aufgabe haben wir doch mit unserer Seniorenarbeit!
Ihr Paul Thomczik | Seniorenbeauftragter FeGN
Foto: privat
Die Stiftung Freie evangelische Gemeinde in Norddeutschland (FeGN) umfasst über 40 Gemeinden in vier Bundesländern. Sie ist Teil des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland KdöR sowie Mitglied in den Diakonielandesverbänden Hamburg und Schleswig-Holstein.
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