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125 Jahre Stiftung FeGN
Das Niendorfer Wochenblatt berichtet

Ehrenamtliche Mitarbeit im ELIM Hospizdienst

Ken­nen Sie den ELIM Hos­piz­di­enst? Der ambu­lante Hos­piz­di­enst hat sein Büro  im Stadt­teil Farm­sen. Seit eini­gen Monat­en gehöre ich zu den ca. 30 ehre­namtlichen Mitar­beit­ern, die sich dort engagieren.

Bei dem Begriff Hos­piz haben Sie ver­mut­lich sta­tionäre Ein­rich­tun­gen vor Augen, in denen ster­bende Men­schen ihre let­zte Leben­sphase würde­voll und gut umsorgt ver­brin­gen kön­nen.

Der ELIM Hos­piz­di­enst ist ein ambu­lanter Hos­piz- und Pal­lia­tivber­atungs­di­enst und  leis­tet die ambu­lante Begleitung schw­er­stkranker und ster­ben­der Men­schen dort, wo sie leben oder sich ger­ade befind­en. Das kann eben­so ein Zim­mer im Altenheim wie zu Hause oder aber auch auf ein­er Pal­lia­tivs­ta­tion im Kranken­haus sein.

Ambu­lante Ster­be­be­gleitung meint nicht pflegerische oder medi­zinis­che Betreu­ung. Die wird ander­weit­ig erbracht. Unsere Auf­gabe ist vielmehr die men­schliche und per­sön­liche Unter­stützung in der let­zten Leben­sphase. Wir nehmen die zu beglei­t­ende Per­son als Men­sch mit seinen ganz per­sön­lichen Wertvorstel­lun­gen und Wün­schen in den Blick, und möcht­en im let­zten Lebens­ab­schnitt ihm beis­te­hen.

Die Form der Unter­stützung ist vielfältig und richtet sich nach den Bedürfnis­sen des Ster­ben­den und sein­er Ange­höri­gen. Von kleinen Erledi­gun­gen, Begleitun­gen zu Arztbe­suchen, Gesprächen bis hin zu stiller Anwe­sen­heit ist alles denkbar. Es kommt darauf an, sich auf sein Gegenüber einzu­lassen und das was er braucht mit ihm gemein­sam zu erspüren, zu besprechen. Her­aus­forderun­gen kön­nen  sein z.B. wenn jemand so schwach ist,  dass er nicht mehr sprechen oder sich aus­drück­en kann. Oder aber auch, wenn jemand noch nicht mal mehr non­ver­bal sich zeigen kann.

Aus diesem Grund durch­laufen ehre­namtliche Helfer einen fundierten Kurs, den sog. „Befähi­gungskurs“, der sich über sechs Monate mit zwei the­o­retis­chen und einem prak­tis­chen Block erstreckt und sich inten­siv mit all den Her­aus­forderun­gen befasst. Auch danach wer­den wir im Rah­men ein­er Super­vi­sion laufend begleit­et, um das Erlebte gut zu ver­ar­beit­en und aneinan­der weit­er ler­nen zu kön­nen.

Von diesem Kurs habe ich sehr prof­i­tiert und erlebt, dass ich gut vor­bere­it­et war und bin. Wir haben uns einge­hend mit der Psy­che von Ster­ben­den beschäftigt und auch mit unseren eige­nen Hal­tun­gen zu Tod und Ster­ben.

Für mich ist diese ehre­namtliche Tätigkeit eine Reise in eine neue, bis­lang unbekan­nte Welt. Den Gedanken dazu hat­te ich schon vor einiger Zeit. Als aber die Lei­t­erin des ELIM Hos­piz­di­en­stes im Jan­u­ar 2017 in unseren Gottes­di­enst den Dienst vorstellte, wusste ich, dass der Zeit­punkt gekom­men war, meine Kom­fort­zone zu ver­lassen und mich ein­er neuen Her­aus­forderung zu  stellen.

Let­ztlich ist meine per­sön­liche Bilanz sehr pos­i­tiv. Ich werde bei jed­er Begleitung reich beschenkt. Die Hand eines ster­ben­den Men­schen zu hal­ten, bedeutet, im aller­let­zten Moment Nähe, Ruhe und Gebor­gen­heit zu schenken und etwas von mein­er Kraft und Zuver­sicht hinüber­gleit­en zu lassen.

Leise und unspek­takulär vielle­icht, aber ganz bedeut­sam: für den Ster­ben­den – und auch für mich!

Mar­i­anne Beer (Ster­be­be­glei­t­erin seit 2017)

Villa der Stiftung FeGN erneut Drehort:

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Dreharbeiten zur neunten Krimifolge von “Nord Nord Mord” im Haus ELIM

Artikel aus dem Niendorfer Wochenblatt vom 15.11.2017

ELIM im Demenz-Ratgeber der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. v.