Ehrenamtliche Mitarbeit im Elim-Hospizdienst

Ken­nen Sie den Elim-Hos­piz­di­enst? Der ambu­lante Hos­piz­di­enst hat sein Büro  im Stadt­teil Farm­sen. Seit eini­gen Monat­en gehöre ich zu den ca. 30 ehre­namtlichen Mitar­beit­ern, die sich dort engagieren.

Bei dem Begriff Hos­piz haben Sie ver­mut­lich sta­tionäre Ein­rich­tun­gen vor Augen, in denen ster­bende Men­schen ihre let­zte Leben­sphase würde­voll und gut umsorgt ver­brin­gen kön­nen.

Der Elim-Hos­piz­di­enst ist ein ambu­lanter Hos­piz- und Pal­lia­tivber­atungs­di­enst und  leis­tet die ambu­lante Begleitung schw­er­stkranker und ster­ben­der Men­schen dort, wo sie leben oder sich ger­ade befind­en. Das kann eben­so ein Zim­mer im Altenheim wie zu Hause oder aber auch auf ein­er Pal­lia­tivs­ta­tion im Kranken­haus sein.

Ambu­lante Ster­be­be­gleitung meint nicht pflegerische oder medi­zinis­che Betreu­ung. Die wird ander­weit­ig erbracht. Unsere Auf­gabe ist vielmehr die men­schliche und per­sön­liche Unter­stützung in der let­zten Leben­sphase. Wir nehmen die zu beglei­t­ende Per­son als Men­sch mit seinen ganz per­sön­lichen Wertvorstel­lun­gen und Wün­schen in den Blick, und möcht­en im let­zten Lebens­ab­schnitt ihm beis­te­hen.

Die Form der Unter­stützung ist vielfältig und richtet sich nach den Bedürfnis­sen des Ster­ben­den und sein­er Ange­höri­gen. Von kleinen Erledi­gun­gen, Begleitun­gen zu Arztbe­suchen, Gesprächen bis hin zu stiller Anwe­sen­heit ist alles denkbar. Es kommt darauf an, sich auf sein Gegenüber einzu­lassen und das was er braucht mit ihm gemein­sam zu erspüren, zu besprechen. Her­aus­forderun­gen kön­nen  sein z.B. wenn jemand so schwach ist,  dass er nicht mehr sprechen oder sich aus­drück­en kann. Oder aber auch, wenn jemand noch nicht mal mehr non­ver­bal sich zeigen kann.

Aus diesem Grund durch­laufen ehre­namtliche Helfer einen fundierten Kurs, den sog. „Befähi­gungskurs“, der sich über sechs Monate mit zwei the­o­retis­chen und einem prak­tis­chen Block erstreckt und sich inten­siv mit all den Her­aus­forderun­gen befasst. Auch danach wer­den wir im Rah­men ein­er Super­vi­sion laufend begleit­et, um das Erlebte gut zu ver­ar­beit­en und aneinan­der weit­er ler­nen zu kön­nen.

Von diesem Kurs habe ich sehr prof­i­tiert und erlebt, dass ich gut vor­bere­it­et war und bin. Wir haben uns einge­hend mit der Psy­che von Ster­ben­den beschäftigt und auch mit unseren eige­nen Hal­tun­gen zu Tod und Ster­ben.

Für mich ist diese ehre­namtliche Tätigkeit eine Reise in eine neue, bis­lang unbekan­nte Welt. Den Gedanken dazu hat­te ich schon vor einiger Zeit. Als aber die Lei­t­erin des ELIM-Hos­piz­di­en­stes im Jan­u­ar 2017 in unseren Gottes­di­enst den Dienst vorstellte, wusste ich, dass der Zeit­punkt gekom­men war, meine Kom­fort­zone zu ver­lassen und mich ein­er neuen Her­aus­forderung zu  stellen.

Let­ztlich ist meine per­sön­liche Bilanz sehr pos­i­tiv. Ich werde bei jed­er Begleitung reich beschenkt. Die Hand eines ster­ben­den Men­schen zu hal­ten, bedeutet, im aller­let­zten Moment Nähe, Ruhe und Gebor­gen­heit zu schenken und etwas von mein­er Kraft und Zuver­sicht hinüber­gleit­en zu lassen.

Leise und unspek­takulär vielle­icht, aber ganz bedeut­sam: für den Ster­ben­den – und auch für mich!

Mar­i­anne Beer (Ster­be­be­glei­t­erin seit 2017)

Villa der Stiftung FeGN erneut Drehort:

ELIM Diakonie sponsort die Sporttaschen der Frauenfußballmannschaft des TuS Appen

Dreharbeiten zur neunten Krimifolge von “Nord Nord Mord” im Haus ELIM

Artikel aus dem Niendorfer Wochenblatt vom 15.11.2017

ELIM im Demenz-Ratgeber der Alzheimer Gesellschaft Hamburg e. v.

ZEHN JAHRE SERVICE-WOHNEN ENGELBEKHOF

 

Im Herb­st 2017 feierte die Ser­vice­wohnan­lage Engel­bekhof zehn­jähriges Jubiläum. Sie gehört zum Eisen­bahn­bau­vere­in Har­burg eG. Das Ser­vice­büro wird von ELIM geführt.

Ser­viceleit­er und FeG-Pas­tor Frank Rei­neck hat sich zur Feier des Jahres einige „Bon­bons“ ein­fall­en lassen.

Für den 26. Okto­ber 2017 zum Beispiel hat­te er den Schaus­piel­er Eric Wehrlin mit seinem Solo­pro­gramm „Espres­so Bibel“ ein­ge­laden. An diesem Abend war der Ver­anstal­tungssaal der Wohnan­lage voll beset­zt.

Es war ein Genuss, einen bühnen­er­fahre­nen Profi zu erleben. „In 80 Minuten um die Welt des Knüllers“ war nicht zu viel ver­sprochen – „Com­e­dy The­at­er­abend“ auch nicht. Obwohl nicht nur gelacht wurde an diesem Abend. Manch­es Mal gab es auch tiefe und nach­denkenswerte Denkanstöße.

In jedem Fall hat Eric Wehrlin es geschafft, die Bibel lebendig zu machen. Als er zum Beispiel die Jona-Geschichte auf die Bühne brachte, brauchte es nicht mehr als ver­schiedene Kopf­be­deck­un­gen, gepaart mit unter­schiedlichen Stimm­la­gen und Dialek­ten, um Gott, Jona, einen Kapitän und eine ganze Mannschaft Matrosen „erscheinen“ zu lassen. Genau­so lebendig wurde der Turm­bau zu Babel oder die Speisung der 5000.

Genial angelegt ist auch der „Rah­men“ für die Bibel- und Refor­ma­tion­s­geschicht­en. Eric Wehrlin betritt die Bühne als Eric Wehrlin. Mith­il­fe ein­er Regieklappe zeigt er an, wann er in eine Rolle schlüpft. Das ist eine gute Regiei­dee. Denn so kann der Schaus­piel­er zwis­chen­durch seine ganz per­sön­lichen Überzeu­gun­gen authen­tisch weit­ergeben. Und auch von seinem Glauben erzählen.

Her­rlich, wenn Jubiläen so unter­halt­sam und zeug­nis­gebend gefeiert wer­den!

Unser Neubau/Anbau ist fertig!

Voller Dankbarkeit kon­nten wir Anfang Juni die Schlüs­sel für unser neues Gebäude in Emp­fang nehmen. Wir ver­fü­gen nun über 32 neue Pflegez­im­mer nach dem Wohn­grup­penkonzept.

Am 03. und 04. Juli sind unsere Bewohn­er in ihre neuen Zim­mer einge­zo­gen, und die ersten Feier­lichkeit­en haben bere­its stattge­fun­den. Auch unsere neue Cook & Chill-Küche im Ergeschoss ist schon im Ein­satz. Der Küchen­con­tain­er, in dem über 22 Monate gekocht wurde, ist endlich Geschichte.

 

Aktuell sind wir dabei, Män­gel zu beseit­i­gen und die Auße­nan­la­gen fer­tigzustellen. Im August haben wir mit dem Umbau des beste­hen­den Gebäudes begonnen, der während des laufend­en Betriebes geschehen muss. Das ist für alle Bewohn­er und Mitar­beit­er eine extreme Her­aus­forderung: haus­in­terne Umzüge und Belas­tung durch Lärm und Schmutz. Die erste Prog­nose lässt uns hof­fen, bis Ende März 2018 damit fer­tig zu sein.

Über die weit­ere Entwick­lung
halte ich Sie auf dem Laufend­en.

Diakonieleit­er
Ste­fan Warnke