2010 Stiftung FeGN
Stiftung Freie evangelische Gemeinde_in Norddeutschland

Geschichte 1927-1945

1927Krankenhaus Elim an der Hohen Weide. Abbildung aus den 70iger Jahren

Eröffnung des neuerbauten eigenen Krankenhauses Elim in Hamburg-Eimsbüttel, Hohe Weide 17. Es ist das für seine Zeit modernste Krankenhaus, verfügt über 200 Betten. Die große Diakonissen-Schwesternschaft prägt den Geist des christlichen Hauses. 

Der Bau wurde durch die großzügige finanzielle Förderung des hanseatischen Kaufmanns Hugo Preuß möglich, der durch Prediger Friedrich Heitmüller Christ wurde.

1935 

Friedrich Heitmüler schließt sich mit der überwiegenden Zahl der Gemeindemitglieder dem Bund Freier evangelischer Gemeinden an; die Gemeinde heißt nunmehr "Freie evangelische Gemeinde in Hamburg, Holstenwall 21". Allgemein werden die Gemeindemitglieder "Holstenwaller" genannt. 



Die Gemeinde mit allen ihren Außenstationen hat zu diesem Zeitpunkt 3200 Mitglieder und das Diakoniewerk Elim 230 Diakonissen mit folgenden Einrichtungen: Krankenhaus Elim mit 200 Betten, Erholungsheim "Bethanien" am Timmendorfer Strand mit 40 Betten, Kinder-Erholungsheim "Nazareth" in der Lüneburger Heide bei Hanstedt mit 30 Betten, Schwesternerholungsheim "Bethesda" in Eutin-Fissau mit 27 Betten. 4 Alten- und Pflegeheime in Hamburg mit insgesamt 100 Betten und eine christliche Buchhandlung am Holstenwall.

1936 

wird von der Gestapo ein (erneutes) Rede- und Schreibverbot gegen Friedrich Heitmüller verfügt.

1939 bis 1945

Die Freie evangelische Gemeinde wird zu einer "Gemeinde in der Zerstreuung". Friedrich Heitmüller verfaßt "Seelsorgliche Briefe", die in Schreibmaschinen-Kopien heimlich von Hand zu Hand gehen und so die Gemeinde zusammenhalten.

1943

Die Luftangriffe auf Hamburg hinterlassen erhebliche Schäden. Das Krankenhaus Elim wird dabei teilweise zerstört, wobei 35 Patienten und 14 Diakonissen ums Leben kommen. Total zerstört werden außerdem die Gemeindehäuser in Barmbek, Rothenburgsort, Hamm-Eilbeck und Bahrenfeld.

Ab 1945Friedrich Heitmüller trifft Billy Graham

Wiederaufbauarbeit der Gemeinde- und Diakoniearbeit frei und ungehindert - zunächst unter der britischen Militärregierung. Die Diakonie- und Gemeindearbeit weitet sich aus und erreicht wieder eine Größenordnung wie in den 30iger Jahren. Friedrich Heitmüller gehört viele Jahre auch dem Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz an. 1960 ruft die Deutsche Evangelische Allianz den amerikanischen Evangelisten Dr. Billy Graham zur Evangelisationen nach Berlin, Essen und Hamburg.